"manche menschen sind so schön,
da bleibt einem das herz fast stehn,
man staunt und denkt verdammt nochmal
sowas von schön ist nicht normal"
diese bedeutungsschwangeren zeilen einer band die sich nach leblosem beinkleid nennt, sollen heute mal den einstieg darstellen...denn um schönheit geht es heute...
der ein oder andere kennt das sicherlich: unverhofft sieht man auf der straße eine person (idealerweise des anderen geschlechts...) welche einen mit ihrer schönheit beinahe erschlägt...wegschauen so gut wie unmöglich...
nun gut, schönheit liegt im auge des betrachters...das ist weitläufig bekannt, aber meinereiner findet seinen geschmack gut und kann damit leben...
und so kam es, dass ich im voll besetzten bus zum mediamarkt (ja, immernoch der selbe traurige grund...) quer durch den selbigen eine junge dame erblicken konnte, deren wunderschönes gesicht aus der tristen menge an fahrgästen hervorstach... es leuchtete fast und dagegen wirkte alles andere eher grau...trotz des bombardements an sonnenstrahlen draußen...
zufälligerweise stieg sie an der gleichen haltestelle aus wie ich auch, allerdings ganz vorne aus dem bus... und so konnte ich auf dem weg zur ampel die besagte junge dame in voller pracht bewundern...sie trug der figur schmeichelnde, normale jeans und ein konturenbetonendes aber sonst unauffälliges top...ihr schöner rücken konnte durchaus entzücken und auch sonst geizte sie nicht mit reizen und krönte jeden schritt mit einem dezenten hüftschwung...heidi klum würde es die heliumstimme verschlagen vor neid...
an der ampel blieb sie rot-bedingt kurz stehen, drehte sich um und lächelte mich kurz an... und es war ein natürliches und freundliches lächeln...keines dieser hochnäsigen und kalten art, von dem viele frauen betroffen sind, die um ihr aussehen und die damit verbundene wirkung auf männer bescheid wissen...nein...dieses lächeln war anders...
-> ich bin jacks cineastischer brückenschlag
wäre mein von höhen und tiefen geprägtes leben in diesem einen moment ein film gewesen, so wäre die hintergrundmusik mit sicherheit das schönste lied der welt (nein, nicht die tenacious d version...), gespielt von den schönsten musikern der welt mit den schönsten instrumenten der welt in der schönsten konzerthalle der welt und vor den schönsten menschen der welt...
es möge sich ein jeder das lied vor seinem geistigen ohr abspielen, was ihm / ihr zu den eben gelesenen sätzen einfällt, einen link zu einem lied erspare ich mir, denn wie eben schon erwähnt und nun akustisch adaptiert: schönheit liegt oder schwingt viel mehr auch im ohr des zuhörers...
kurz bevor ich aufschließen konnte, wurde die ampel wieder grün und die junge dame überquerte vor mir die straße...sie war von elfengleicher grazie und schwebte förmlich über die straße...
von der seite kam ein typischer vertreter der gattung "checker" seines weges...und ich dachte nur "dem fallen sicher gleich die augen raus..."
aber weit gefehlt...es kam ein "hey, ws machsten du hier?" (ja, das "a" von "was" hat er verschluckt...vokale kosten halt nicht nur beim glücksrad geld...)
und sie antwortete freudig überrascht mit einem "hey...!" und dann noch "ey isch geh mediamarkt alta, weißtu...mein handy is im arsch...."
genau DAS war dann der moment indem die eben erwähnte musik mit folgendem geräusch verstummte... (evtl zeigt der browser an "waiting for video...aber es kommt nur ton...)
-> ich bin jacks linguale disqualifikation...
"die meisten menschen sind nicht schön,
sie haben eine scheiß figur,
sie haben keinen bmw,
und noch nicht mal abitur..."
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Mittwoch, 21. Juli 2010
Freitag, 2. Oktober 2009
ich bin jacks konversation des grauens
neuer monat, neues glück
aber die exemplare menschlichen trauerspiels die einem tag täglich im blickfeld rumspringen werden nach wie nicht weniger und man wird das beklemmende gefühl nicht los, dass es immer weiter nach unten geht...quer durch die bank und in allen nur erdenklichen facetten...getreu dem motto "lächele, denn es könnte schlimmer kommen"...und? - es kommt natürlich immer schlimmer
folgendes gespräch habe ich wegen eines außeneinsatzes gestern belauschen müssen: beteiligt waren vier personen, drei junge mädels -im allgemeinen straßenslang auch bekannt unter dem sammelbegriff "bitch"- sowie ein junger checker...alle schätzungsweise maximal sechzehn jahre jung und mit -wie man so schön politisch korrekt sagt- mit migrationshintergrund...zwei der drei damen schwammen voll und ganz auf der bugwelle der bitchigen modewelt dieser subkultur: bunte schuhe, labberige jogginghosen und darüber ein edel anmutendes top mit playboybunny aus schätzungsweise billigen glasbrillianten...garniert von tonnenweise billigem ohr- und nasenschmuck von karstadt, pimkie oder orsay´s ... gesichtshaut unter tonnenweise schminke verborgen... ähnlichen modischen geschmack legte der vertreter der xy-chromosomfraktion an den tag: natürlich die sneakigsten lederschuhe, darüber eine jogginghose die aussah, als hätte sie ihre besten tage schon hinter sich...darüber wiederum ein relativ ansehnlicher pullover mit einigen coolen gangstersprüchen drauf...von wegen "ehre" und so... natürlich fehlen weder die obligatorische gürteltasche noch das angetapte baseballcap...
-> ich bin jacks verzweifelte frage:
WARUM??? welche fehlgeleitete und geistig tiefergelegte evolutionsbremse hat diesen trend vorgelebt??? wer hat behauptet das sähe gut oder cool oder tight oder was auch immer aus??? es sieht einfach nur beschissen aus...
...naja...lächeln, denn es könnte schlimmer kommen...
wie zu erwarten war, kommt es auch noch schlimmer:
-> ich bin jacks fashion victim 2009
die dritte dame im bunde war, sagen wir mal etwas "fülliger" und insgesamt auch nur schwache ein meter fünfzig groß...aber diese tatsache hielt sie nicht davon ab, ihre zierlichen haxen in augenscheinlich zu kleine hochhackige schuhe zu stecken (gut zu erkennen an den drei deutlich sichtbaren speckrollen im offenen teil der schuhe) und in kombination dazu weiße leggings sowie ein zu kurzes, zu enges und darüber hinaus noch durchsichtiges schwarzes oberteil anzuziehen...sie präsentierte somit freien ausblick auf ihr ausladendes heck, gut sichtbar auch die unterwäsche die sich auf grund der überdehnten arschpartie mehr als auffällig abzeichnete...sowie auf jede einzelnen rettungsring am oberkörper...und den sport-bh...
-> ich bin jacks kleiner widerspruch
...naja...lächeln, denn es könnte schlimmer kommen...
wie bereits angekündigt: die steigerung erfolgte dann durch die gepflegte konversation der vier über eine entfernung von mehreren metern...aufeinander zu bewegen wäre zu aufwändig gewesen...
die beiden bosporusplayboybitches betreten den am bahnsteig wartenden zug, in dem meinereiner gerade mit dem lokführer am reden war... die kognitive leistung, eine zusätzlich im zug vorhandene person mit dienstausweis und schicker kleidung als bedrohung für eine eventuell erfolgreiche schwarzfahrt auszumachen, funktionierte bei den beiden bestens...also war die erste handlung das fahrschein ziehen... der checker und moppelchen blieben derweil draußen stehn...
nun entstand folgender dialog:
checker von draußen: ey ihr, warum kauft ihr faaaaahschein, alta?
bitch1 von drinnen: ey ja scheiße alta, die kontrollieren voll hier!
bitch2 von drinnen: ja ey wir hollen doch imma fahrschein... (prüfender blick zu mir...)
moppelchen: ey scheiße alta, isch hab kein kleingeld nisch!!! gib mir ma (zum checker)
checker: ey fick disch, isch geb dir doch kein geld...gehst anschaffen dann hastu geld ey
moppelchen schlägt checker und flucht laut...erkennbar waren "alta" "fick disch" "hurensohn" "wichser" der rest ging unter im konterfluchen des checkers
bitch1 von drinnen: ey macht nisch so laute scheiße da...
bitch2: furschtbar ey...wie die kleinen kinnas ey
bitch1: ey die sinn so krass kindisch ey...
zum glück beschloss ich dann, mich wieder ins büro zu begeben...es wäre nicht auszuschließen, dass man von sowas bleibende schäden zurückbehält...
auf dem rückweg dann glaubte ich kurz, das niveau gesehn zu haben: es hatte sich vor lauter verzweiflung vor den zug geworfen...
aber die exemplare menschlichen trauerspiels die einem tag täglich im blickfeld rumspringen werden nach wie nicht weniger und man wird das beklemmende gefühl nicht los, dass es immer weiter nach unten geht...quer durch die bank und in allen nur erdenklichen facetten...getreu dem motto "lächele, denn es könnte schlimmer kommen"...und? - es kommt natürlich immer schlimmer
folgendes gespräch habe ich wegen eines außeneinsatzes gestern belauschen müssen: beteiligt waren vier personen, drei junge mädels -im allgemeinen straßenslang auch bekannt unter dem sammelbegriff "bitch"- sowie ein junger checker...alle schätzungsweise maximal sechzehn jahre jung und mit -wie man so schön politisch korrekt sagt- mit migrationshintergrund...zwei der drei damen schwammen voll und ganz auf der bugwelle der bitchigen modewelt dieser subkultur: bunte schuhe, labberige jogginghosen und darüber ein edel anmutendes top mit playboybunny aus schätzungsweise billigen glasbrillianten...garniert von tonnenweise billigem ohr- und nasenschmuck von karstadt, pimkie oder orsay´s ... gesichtshaut unter tonnenweise schminke verborgen... ähnlichen modischen geschmack legte der vertreter der xy-chromosomfraktion an den tag: natürlich die sneakigsten lederschuhe, darüber eine jogginghose die aussah, als hätte sie ihre besten tage schon hinter sich...darüber wiederum ein relativ ansehnlicher pullover mit einigen coolen gangstersprüchen drauf...von wegen "ehre" und so... natürlich fehlen weder die obligatorische gürteltasche noch das angetapte baseballcap...
-> ich bin jacks verzweifelte frage:
WARUM??? welche fehlgeleitete und geistig tiefergelegte evolutionsbremse hat diesen trend vorgelebt??? wer hat behauptet das sähe gut oder cool oder tight oder was auch immer aus??? es sieht einfach nur beschissen aus...
...naja...lächeln, denn es könnte schlimmer kommen...
wie zu erwarten war, kommt es auch noch schlimmer:
-> ich bin jacks fashion victim 2009
die dritte dame im bunde war, sagen wir mal etwas "fülliger" und insgesamt auch nur schwache ein meter fünfzig groß...aber diese tatsache hielt sie nicht davon ab, ihre zierlichen haxen in augenscheinlich zu kleine hochhackige schuhe zu stecken (gut zu erkennen an den drei deutlich sichtbaren speckrollen im offenen teil der schuhe) und in kombination dazu weiße leggings sowie ein zu kurzes, zu enges und darüber hinaus noch durchsichtiges schwarzes oberteil anzuziehen...sie präsentierte somit freien ausblick auf ihr ausladendes heck, gut sichtbar auch die unterwäsche die sich auf grund der überdehnten arschpartie mehr als auffällig abzeichnete...sowie auf jede einzelnen rettungsring am oberkörper...und den sport-bh...
-> ich bin jacks kleiner widerspruch
...naja...lächeln, denn es könnte schlimmer kommen...
wie bereits angekündigt: die steigerung erfolgte dann durch die gepflegte konversation der vier über eine entfernung von mehreren metern...aufeinander zu bewegen wäre zu aufwändig gewesen...
die beiden bosporusplayboybitches betreten den am bahnsteig wartenden zug, in dem meinereiner gerade mit dem lokführer am reden war... die kognitive leistung, eine zusätzlich im zug vorhandene person mit dienstausweis und schicker kleidung als bedrohung für eine eventuell erfolgreiche schwarzfahrt auszumachen, funktionierte bei den beiden bestens...also war die erste handlung das fahrschein ziehen... der checker und moppelchen blieben derweil draußen stehn...
nun entstand folgender dialog:
checker von draußen: ey ihr, warum kauft ihr faaaaahschein, alta?
bitch1 von drinnen: ey ja scheiße alta, die kontrollieren voll hier!
bitch2 von drinnen: ja ey wir hollen doch imma fahrschein... (prüfender blick zu mir...)
moppelchen: ey scheiße alta, isch hab kein kleingeld nisch!!! gib mir ma (zum checker)
checker: ey fick disch, isch geb dir doch kein geld...gehst anschaffen dann hastu geld ey
moppelchen schlägt checker und flucht laut...erkennbar waren "alta" "fick disch" "hurensohn" "wichser" der rest ging unter im konterfluchen des checkers
bitch1 von drinnen: ey macht nisch so laute scheiße da...
bitch2: furschtbar ey...wie die kleinen kinnas ey
bitch1: ey die sinn so krass kindisch ey...
zum glück beschloss ich dann, mich wieder ins büro zu begeben...es wäre nicht auszuschließen, dass man von sowas bleibende schäden zurückbehält...
auf dem rückweg dann glaubte ich kurz, das niveau gesehn zu haben: es hatte sich vor lauter verzweiflung vor den zug geworfen...
Sonntag, 19. Juli 2009
ich bin jacks stilsichere uniformität
was fällt einem auf, wenn man mal aufmerksam den jungen menschen zuschaut, die sich tagtäglich auf unterschiedlichste art und weise über deutschlands großstadtstraßen bewegen? mal laufen sie, mal flanieren sie, mal schlendern sie und mal scheinen sie zu schweben...doch was macht die menschen aus? was unterscheidet sie?
hier zeichnet sich ein trend ab, der verstärkt in new york zu beobachten war...insbesondere im näheren umkreis der szenetreffpunkte...
dort sind sie alle zwanghaft vereint in ihrem streben nach individualität...jeder ist nur noch die kopie einer kopie einer kopie...sklaven einer uniformität die von den modemagazinen dieser welt diktiert wird...sie stürzen sich wie tiere auf jedes neue stilelement, jedes neue fancy must-have...allesamt so unverschämt individuell, dass sie doch nur wieder alle gleich aussehen:
ein fesches hütchen, die krawatte möglichst über ein aussagekräftiges und idealerweise glitzerndes tshirt gebunden, lederjacken jeglicher stilrichtung scheinen dieses jahr wieder in zu sein und natürlich nicht zu vergessen die hommage an die achtziger jahre in form der unvermeidlichen röhrenjeans...wer dazu dann noch die obligatorische "puck die stubenfliege" brille auf seiner nase thronen lässt, der darf sich neidischer blicke anderer sicher sein...oder wird mit sicherheit in der bedeutungslosigkeit der masse untergehn...
karikaturen ihrer selbst, wie ein kumpel von mir einmal sehr richtig feststellte...
-> ich bin jacks instinktiver herdentrieb...
zebras nutzen diesen trick übrigens ebenfalls um in der savanne den raubtieren einfacher entkommen zu können: diese werden von der schwarz-weißen masse verwirrt und können nur noch schwer einzeltiere ausmachen...
und hierzulande fiel mir die tage mehrfach folgendes auf: da bewegt sich die heranwachsende jugend überspitzt gesagt nur noch zwischen zwei stilrichtungsextremen: entweder werden krass sexistische aufmüpfige hip hopper großgezogen oder lethargisch lustlose emos...und die grenzen sind interessanterweise fließend...
gattungen wie man sie noch von vor wenigen jahren kennt, wie zb der gemeine punk oder der redcap skater werden immer seltener...
die jungemos von heute tragen uniformes trauriges schwarz kombiniert mit einem tristen schwarz...und falls der ein oder andere wider erwarten mal ein wenig besser drauf sein sollte, dann wird zur feier des tages auch mal anthrazit getragen...oder bei den weiblichen vertreterinnen wird dann der silberne totenkopfanstecker gegen eine hello kitty brosche getauscht...aber nicht zuviel, emo möchte ja nicht den emotionslosen zorn seiner mitleidenden auf sich ziehen ... hauptsache eine gewisse nonkonformität an den düsteren tag legen...
die kiddies, die heute 70 euro für ihre von haus aus verdreckten converse allstars ausgeben um damit gegen den weltweiten kapitalismus zu demonstrieren, führen sich auf, als hätten sie vor jahrzehnten an che´s seite gekämpt, sie rebelliern gegen das establishment und die bourgeoisie und tragen shirts auf denen groß und rot "cuba" prangt... aber sind nicht in der lage kuba auf der landkarte zu finden...geschweige denn zu erklären wie die revolution abgelaufen ist und was die einwohner kubas heute davon haben...und wenn sie nach mehr oder weniger erfolgreichem antikapitalistischem straßenkampf wieder nach hause zu mami und papi in die suburbane reihenhausidylle zurückkehren, wird sofort das ibook eingeschaltet um während einer pause im ps3 oder wii spiel das nächste kommunistische manifest zu planen...
hinzu kommt, dass diverse stilelemente zunehmends von anderen gruppierungen übernommen werden... der stilsichere checker mit migrationshintergrund von heute, der mit der zeit und dem trend gehen will, trägt lila converses unter der möglichst verwaschenen jeans, ein palituch und eine truckerkappe, die allen gesetzen der physik spottend doch noch irgendwie zwischen gestylten haaren und hinterkopf der schwerkraft trotzt...
-> ich bin jacks physikalische grundlagenforschung...
es sollte untersucht werden, ob evtl das vakuum im inneren des kopfes eine gewisse anziehungskraft auf die mütze ausübt...
es fällt dem außenstehenden beobachter also zunehmends schwerer zu erkennen, was hier dargestellt wird...ein checker? ein alternativer punker? oder einfach nur ein idiot...?
der standard hiphopper hingegen ist nach wie vor präsent und dieses genre scheint sich keine gedanken um etwaige nachwuchsprobleme machen zu müssen... man trägt nach wie vor hosen deren arschpartie irgendwo auf kniehöhe hängt, ein shirt welches ohne probleme als nachthemd durchgehen könnte und freestyled auch gerne mal wild durch die gegend wenn einen der flow des "musik"stück, welches gerade durch die gehörgänge schallt, unerwartet mitreißt...
was alle vier beschriebenen gattungen ungewollt vereint und somit wieder den kreis zur anfänglich erwähnten new york erfahrung schließt: innerhalb ihrer gruppierungen gehorchen sie scheinbar willenlos dem modediktat der angesagten szeneninternen meinungsmacher und vorreiter...aber bestehen vehement auf ihrer individualität...
kopien von kopien von kopien ... von kopien
-> ich bin jacks (post)pubertäres kuriositätenkabinett
hier zeichnet sich ein trend ab, der verstärkt in new york zu beobachten war...insbesondere im näheren umkreis der szenetreffpunkte...
dort sind sie alle zwanghaft vereint in ihrem streben nach individualität...jeder ist nur noch die kopie einer kopie einer kopie...sklaven einer uniformität die von den modemagazinen dieser welt diktiert wird...sie stürzen sich wie tiere auf jedes neue stilelement, jedes neue fancy must-have...allesamt so unverschämt individuell, dass sie doch nur wieder alle gleich aussehen:
ein fesches hütchen, die krawatte möglichst über ein aussagekräftiges und idealerweise glitzerndes tshirt gebunden, lederjacken jeglicher stilrichtung scheinen dieses jahr wieder in zu sein und natürlich nicht zu vergessen die hommage an die achtziger jahre in form der unvermeidlichen röhrenjeans...wer dazu dann noch die obligatorische "puck die stubenfliege" brille auf seiner nase thronen lässt, der darf sich neidischer blicke anderer sicher sein...oder wird mit sicherheit in der bedeutungslosigkeit der masse untergehn...
karikaturen ihrer selbst, wie ein kumpel von mir einmal sehr richtig feststellte...
-> ich bin jacks instinktiver herdentrieb...
zebras nutzen diesen trick übrigens ebenfalls um in der savanne den raubtieren einfacher entkommen zu können: diese werden von der schwarz-weißen masse verwirrt und können nur noch schwer einzeltiere ausmachen...
und hierzulande fiel mir die tage mehrfach folgendes auf: da bewegt sich die heranwachsende jugend überspitzt gesagt nur noch zwischen zwei stilrichtungsextremen: entweder werden krass sexistische aufmüpfige hip hopper großgezogen oder lethargisch lustlose emos...und die grenzen sind interessanterweise fließend...
gattungen wie man sie noch von vor wenigen jahren kennt, wie zb der gemeine punk oder der redcap skater werden immer seltener...
die jungemos von heute tragen uniformes trauriges schwarz kombiniert mit einem tristen schwarz...und falls der ein oder andere wider erwarten mal ein wenig besser drauf sein sollte, dann wird zur feier des tages auch mal anthrazit getragen...oder bei den weiblichen vertreterinnen wird dann der silberne totenkopfanstecker gegen eine hello kitty brosche getauscht...aber nicht zuviel, emo möchte ja nicht den emotionslosen zorn seiner mitleidenden auf sich ziehen ... hauptsache eine gewisse nonkonformität an den düsteren tag legen...
die kiddies, die heute 70 euro für ihre von haus aus verdreckten converse allstars ausgeben um damit gegen den weltweiten kapitalismus zu demonstrieren, führen sich auf, als hätten sie vor jahrzehnten an che´s seite gekämpt, sie rebelliern gegen das establishment und die bourgeoisie und tragen shirts auf denen groß und rot "cuba" prangt... aber sind nicht in der lage kuba auf der landkarte zu finden...geschweige denn zu erklären wie die revolution abgelaufen ist und was die einwohner kubas heute davon haben...und wenn sie nach mehr oder weniger erfolgreichem antikapitalistischem straßenkampf wieder nach hause zu mami und papi in die suburbane reihenhausidylle zurückkehren, wird sofort das ibook eingeschaltet um während einer pause im ps3 oder wii spiel das nächste kommunistische manifest zu planen...
hinzu kommt, dass diverse stilelemente zunehmends von anderen gruppierungen übernommen werden... der stilsichere checker mit migrationshintergrund von heute, der mit der zeit und dem trend gehen will, trägt lila converses unter der möglichst verwaschenen jeans, ein palituch und eine truckerkappe, die allen gesetzen der physik spottend doch noch irgendwie zwischen gestylten haaren und hinterkopf der schwerkraft trotzt...
-> ich bin jacks physikalische grundlagenforschung...
es sollte untersucht werden, ob evtl das vakuum im inneren des kopfes eine gewisse anziehungskraft auf die mütze ausübt...
es fällt dem außenstehenden beobachter also zunehmends schwerer zu erkennen, was hier dargestellt wird...ein checker? ein alternativer punker? oder einfach nur ein idiot...?
der standard hiphopper hingegen ist nach wie vor präsent und dieses genre scheint sich keine gedanken um etwaige nachwuchsprobleme machen zu müssen... man trägt nach wie vor hosen deren arschpartie irgendwo auf kniehöhe hängt, ein shirt welches ohne probleme als nachthemd durchgehen könnte und freestyled auch gerne mal wild durch die gegend wenn einen der flow des "musik"stück, welches gerade durch die gehörgänge schallt, unerwartet mitreißt...
was alle vier beschriebenen gattungen ungewollt vereint und somit wieder den kreis zur anfänglich erwähnten new york erfahrung schließt: innerhalb ihrer gruppierungen gehorchen sie scheinbar willenlos dem modediktat der angesagten szeneninternen meinungsmacher und vorreiter...aber bestehen vehement auf ihrer individualität...
kopien von kopien von kopien ... von kopien
-> ich bin jacks (post)pubertäres kuriositätenkabinett
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