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Dienstag, 23. März 2010

ich bin jacks eindringlicher appell

...an alle fußgänger, nordic walker und dergleichen:

der bereich zwischen bürgersteig und fahrbahn -in laufrichtung meist links- ist nicht aus jux und dollerei mit einem weißen streifen abgetrennt und in roter farbe ausgeführt... und nein...die stadt wollte auch keine eventuell falsch bestellten roten pflastersteine loswerden und hat die deshalb dort verlegt...das hat schon alles einen tieferen und vor allem ganz einfachen sinn...dem ein oder anderen denklegastheniker helfen vielleicht die aufgemalten fahrräder auf die sprünge...

WENN ihr also schon fälschlicherweise den extra rot markierten FAHRRADWEG mitbenutzt (der aufmerksame leser merkt schnell, dass fußGÄNGER und radFAHRER sich in der art der fortbewegung unterscheiden... und daraus resultiert auch die räumliche trennung der verkehrswege...), dann seid bitte so nett und macht freundlicherweise platz wenn radfahrer näher kommen... spätestens wenn die klingel noch durch wütendes geschreie unterstützt werden muss, ist der frieden auf bundesdeutschen straßen nicht mehr gesichert... und der blutdruck der betroffenen radfahrer ebensowenig...

und wenn ihr dann immerhin soweit seid, dass ihr auf der richtigen seite spaziert, dann tut mir bitte noch einen letzten gefallen: wenn ihr den radweg überqueren wollt, dann macht es wie beim zebrastreifen und schaut vorher mal kurz nach links und rechts...

-> ich bin jacks animalisches verhaltensmuster

und wenn ihr das schon nicht auf die reihe bekommt und unachtsamer weise auf den radweg rennt, dann bleibt bitte beim erblicken eines unverhofft auftauchenden radfahrers (konnte man ja auch nicht erwarten auf einem RADWEG...) nicht mitten auf dem radweg stehn und verfallt auch nicht in eine schreckstarre... so wie rehe die man nachts mit dem auto anleuchtet... kurz bevor sie in der statistik der wildunfälle auftauchen...geht einfach weiter oder zurück...

und zu guter letzt noch einen gruß an den netten autofahrer mittleren alters mit seinem hässlichen grau-beigen opel omega, der leider erst nach zweihundert metern gemerkt hat, dass er die parklücke verpasst hat und dann auf die selten dämliche idee gekommen ist, rückwärts auf dem radweg (weil auf der straße macht der regelkonforme deutsche sowas ja nicht) wieder zur parklücke zurück zu kurven (ja, kurven...rückwärts geradeaus fahren ist scheinbar für einige eine herausforderung von ungeahntem ausmaß)...
zur krönung der ganzen aktion gab es für mich dann die international bekannte geste "scheibenwischer", als ich auf einmal als RADfahrer auf dem RADweg unterwegs war und ausweichen musste...

deutschland, deine autofahrer...

-> ich bin jacks entflammter hass

(ja, ich bin gereizt...)

Dienstag, 28. Juli 2009

ich bin jacks kleiner aufreger am rande

dinge die mir heute beim radfahren wieder aufgefallen sind:

erstens:
irgendwo muss ein nest dieser spezies sein: fettes rennrad welches ein antiproportionales verhältnis von gewicht und preis hat, das feinste trikot, die heißeste brille und ein ego so groß, dass es eine eigene postleitzahl haben muss...aber deren körperliche leistung passt zu der ausrüstung in etwa wie ein blinder zu einem fernglas...
ich sollte mir mal einen kleinen "proll auf dem fahrrad" stempel anschaffen, damit ich irgendwo -quasi als mahnmal und gleichzeitige bilanz für mich- für jeden aufgeblasenen möchtegern rennradler den ich so während einer zwanzig kilometer tour bei schönem wetter abhänge, einen stummen stempelzeugen hinterlassen kann...nach ein paar wochen könnte ich mir so eine wunderschön gemusterte tapete erstellen...

-> ich bin jacks wilde vermutung...

wenn jetzt bald bei tine hitler in "einmarsch in vier wänden" auch mit stempeln eine tapete dekoriert wird, weiß ich, dass rtl hier mitliest...

zweitens: dem in nichts nach stehen die reichen und schönen am yachthafen: geld wie heu, bootchen am ufer, clubheim geöffnet...aber leider nützt einem auch die beste akustische einparkhilfe am benz nichts wenn das nötige können fehlt...so kurbelt sich herr bonz-proll nen wolf, während seine steckdosengeröstete püppi auf dem beifahrersitz gelangweilt ihre mondäne gelassenheit zur schau stellt und evtl angewidert (erkennt man durch die d&g brille nicht so gut) auf das einfache volk mit nur zwei rädern herabsieht... dass sie aber eigentlich aus der tiefergelegten karre zu allen aufsieht, scheint ihr weniger bewusst in dem moment...und vielleicht hielt sie auch den durch ihren angetrauten / liebsten / chauffeur / geldgeber / betthupferl ausgelösten stau nur für eine folge der gravitation von unermesslichem reichtum und schönheit ihrerseits...

drittens: man sollte untersuchen, was ein seltsames und oft beobachtetes verhalten geschlechtsreifer großstädter auslöst, welches sich darin manifestiert, dass es grundsätzlich IMMER humanoides störfeuer auf radwegen gibt...die reaktion dieser menschen ist dann auch immer die gleiche: "huch" ... man konnte ja auch nicht damit rechnen, dass auf einem farbig markierten, teilweise durch pfosten abgetrennten und unübersehbar durch schilder deklarierten RADweg auf einmal und urplötzlich ein radfahrer entgegenkommt...

ein stilisiertes fahrrad von einem stilisierten fußgänger zu unterscheiden, kann manchmal so schwer sein...

-> ich bin jacks figurales defizit...

übrigens: das argument "dann fahr doch eine andere strecke" erkläre ich schonmal rein prophylaktisch für ungültig, denn auch jenseits der urbanen grenzen springt einem der ein oder andere wildgewordenen nordicwalker vor den lenker ...