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Montag, 15. Juni 2009

ich bin jacks big apple II

...die ersten tage...

kaum war ich MI abend vor ort angekommen, ging es auch schon fast los mit der erkundungstour... doch vorher hatte ich noch zwei wünsche: was zu trinken und eine dusche... beides wurde mir gewährt und so war ich trotz 13std reise doch noch relativ fit für eine kreuzfahrt auf dem hudson und dem east river samt gemeinsamen buchtbereich...all you can drink and eat war angesagt...zusammen mit jeder menge anderer deutscher praktikanten und jobber... ein munterer haufen war da unterwegs...
der unbestrittene höhepunkt der tour war die vorbeifahrt gaaaaaaaaanz nah an lady liberty...gespickt mit einer kurzen pause...die motoren des schiffs gehn aus, aus den lautsprechern ertönt erst die nationalhymne gefolgt von "new york new york" von sinatra...

-> ich bin jacks patriotischer overkill

danach ging es dann noch in einen club in der stadt zu dem wir mangels taxi mit einer limo gefahren wurden, kostete ein wenig mehr, aber das erlebnis hatte was für sich...

am nächsten tag ging ich morgens auf eigene faust auf entdeckungstour in manhattan downtown...abseits des financial districts und der touristenbezirke...
nach einiger zeit drückte die blase und ich beschloss eine landestypische fastfoodlokalität aufzusuchen um bei der gelegenheit auch gleich noch zu frühstücken...

aber in dem stadtbezirk in dem ich wandelte, schien es keine meiner präferierten lokale zu geben, immerhin hab ich geschätze 20 starbucks und dunkin´ donuts gefunden...letztendlich führte mich mein kleines bedürfnis in ein cafe wo ich einen alibi osaft getrunken hab...

in den folgenden tage hab ich mal mit und mal ohne begleitung fast alle sehenswürdigkeiten erwandert und gesehen...tagesmärsche von fast 10km waren keine seltenheit...

mehr zu clubs und landestypische eigenheiten sowie kurze berichte über miami und washington werde ich bei gelegenheit einstreuen ;-)

Samstag, 13. Juni 2009

ich bin jacks big apple I

...die anreise...

da dies mein erster interkontinentalflug war, war ich entsprechend unerfahren und ein wenig neugierig auf den flug, das umsteigen, die passkontrolle, das interview mit homeland security und was noch so alles angefallen ist...

zu meiner positiven überraschung verlief alles problemlos in frankfurt, ich hatte schnell eingecheckt, meinen -damals noch intakten- koffer abgegeben und saß nach einiger wartezeit dann bequem in der sardinenbüchse im hinteren teil des flugzeugs zwischen einem ami auf heimreise und einem deutschen urlauber... bekanntschaften auf flügen sind meist genauso wie alle anderen dinge: portioniert... portioniertes salz zum essen, portioniertes essen zum salz und eben portionierte bekanntschaften bei denen man innerhalb von wenigen stunden diverse informationen austauscht über leben, ziele und reisen... nur unterbrochen vom entertainmentprogramm und dem auftreten der stewardessen...

-> ich bin jacks smaller talk...

der deutsche war mit seiner familie auf dem weg zum wohlverdienten urlaub und der ami seinerseits war auf besuch in deutschland und entsprechend auf dem weg in die heimischen gefilde...

in philadelphia angekommen gings erstmal zum interview mit photoshooting und fingerabdrücken geben... ich wurde relativ geschickt in ein gespräch verwickelt bei dem ich über umwege alles erzählt hab, was auf meinem reisepass an info eingebaut is, nur damit der gute mann sichergehn konnte, dass ich auch wirklich ich bin...nachdem sein wissendurst gestillt war und ich ihn scheinbar überzeugen konnte, dass ich weder eine gefahr für sein schönes homeland bin oder in der absicht eines terroristischen anschlags kam, durfte ich dann meinen koffer in empfang nehmen...

damit wiederrum musste ich zur zollkontrolle um dort den netten blauen zettel -welchen ich im flugzeug zusammen mit einem grünen zettel für die aufenthaltsgenehmigung ausgefüllt hatte- abzugeben und auf eine schnelle kontrolle meines gepäcks zu hoffen...

ich wurde von zwei relativ motivationslosen beamten empfangen, die mich kurz mit müdem blick gemustert hatten und mich dann durchgewunken haben... was ich da hätte alles schmuggeln können...

-> ich bin jacks verpasste chance...

anschließend musste ich per shuttlebus ans andere ende des flughafens zu meinem anschlussflug nach new york...da nicht nur ich dieses ziel hatte, stellte sich die prozedur des wiedereincheckens als sehr zeitaufwändig heraus -vor allem weil ich geschätzte 32 mal meinen bordpass und den reisepass zeigen musste- und ich kam nur sehr knapp zum gatebereich und konnte gerade noch rechtzeitig das flugzeug betreten...

der flug nach new york im charterjet verging recht schnell und ich konnte einen teil der ostküste von oben bequem betrachten... in new york vergingen nochmal 20 endlose minuten bis endlich mein koffer auf dem laufband erschien...dann standen am ausgang diverse taxifahrer scheinbar indischer herkunft, die beim anblick sovieler frischer touristen wahrhaftig glitzernde dollarzeichen in den augen hatten und den big deal witterten... nur so aus spaß hab ich einem ma gesagt ich müsse nach manhattan und als antwort bekam ich "special prissssse 75 dollarrrr" ...
meine antwort "no, I walk" wurde mit einem abfälligen kopfschütteln bedacht und so näherte ich ich der bushaltestelle... dank dem tripplanner der new yorker verkehrsbetriebe alles kein problem...

-> ich bin jacks bepackter esel...

bis auf die tatsache dass ich in einem reisebericht gelesen hatte, dass die öffentlichen verkehrsmittel in new york nicht dafür gemacht wären, reisende mit koffer zu transportieren...
ich hielt es für eine übertreibung, aber wurde eines besseren belehrt... bis zum umstieg in die ubahn stand ich mitten im gang zwischen drei türmen aus koffern und hoffnungslos überlasteten touristen... in der ubahn hingegen war ein wenig mehr platz, aber wie gesagt: nicht für langstreckenreisende mit viel gepäck gedacht... nach 45 min fahrt war ich endlich da: broadway, manhattan downtown... alles das was man vorher nur aus dem fernsehn kannte nur live vor der eigenen nase...der geruch der großstadt, menschenmassen von überall aus der welt, unmengen von gelben taxis...gehupe ohne ende und polizeisirenen...

ich bin in new york...

Donnerstag, 11. Juni 2009

ich bin jacks unglaubliche reise

...mit einer verrückten fluggesellschaft...

jack is back ;-)

ich fange meinen kleinen großen reisebericht ma damit an, was alles schiefgelaufen ist...

oftmals redet man sich ja ein, dass gewisse ereignisse als vorboten weiterer und vor allem noch viel schlimmerer folgeereignisse gelten...frei nach dem motto "der tag hat schon schlecht begonnen..."

es ist montag ca 10:30 ortszeit in washington d.c., mein kumpel m. und ich sind auf dem weg zur busstation um mit dem berühmten greyhound zurück nach washington zu fahren...a very american way of travelling... beide sind wir bestückt mit voller reiseausrüstung: ich einen koffer und einen rucksack, m. mit koffer und handgepäck... alles läuft gut, wir werden pünktlich am terminal ankommen, bis plötzlich und ohne vorwarnung mein koffer ein schicksal ereilt, welches man hierzulande höchstens von ice3 zügen kennt... die achse der laufräder bricht und mein koffer kommt -anders als die ice züge- ins trudeln und schlittern und es wird auch merklich schwerer ihn zu ziehen... ein verwunderter blick zurück enthüllt das ausmaß des zwischenfalls: das rad liegt einige meter weiter hinten, die kofferunterseite weist schleifspuren auf... seit diesem moment nun musste ich meinen 20-25 kg schweren koffer tragen...was die reise nicht unbedingt angenehmer machte...

leicht transpiriert und außer atem kamen wir dann doch noch am terminal an, nur um zu erfahren, dass unser bus, auf den wir ursprünglich gebucht waren, nun überbucht sei... uns und anderen verwirrten und verärgerten reisenden würde aber selbstverständlich ein ersatzbus bereitgestellt...dieser kam dann wirklich auch nur wenige minuten nachdem der eigentliche bus das terminal verlassen hatte... schien ja alles nochmal ein gutes ende zu nehmen... allerdings stellte sich bald während der ansprache von curtis, unserem driver, heraus, dass dieser bus nicht wie angekündigt ein expressbus ist, sondern noch einige zwischenhalte vor sich hat... aus geplanten viereinhalb stunden wurden schließlich sechseinhalb stunden... vor allem dadurch dass curtis bei jedem halt durch seine sprechanlage angab, in zehn minuten wieder da zu sein...aber jedesmal waren es mindestens 20 - 30 minuten in denen er einfach weg war...

in new york angekommen mussten m. und ich dann feststellen, dass wir leider unsere geplante übernachtungsstätte vergessen konnten, da unserer gastgeberin was dazwischengekommen war...die hotelsuche samt (kaputtem) gepäck abends um sieben in new york -genauer gesagt am times square- gestaltet sich als relativ aufwändig...nachdem wir dann drei verschiedene hotels in laufreichweite sondiert hatten und telefonisch einige absagen erhalten hatten, bezogen wir unser quartier im new york inn... einer absteige nahe am times square... vom niveau her bestenfalls ein stern aber immerhin ein HD plasma TV im zimmer, was den wert des interieurs um mindestens 600% anhob... da das wetter miserabel war, beschlossen wir, den abend mit bier und fernsehn zu verbringen...

der wetterbericht am nächsten morgen verhieß ebenfalls nichts gutes für den abend: gewitter und starker regenfall...trotzdem machte ich mich dann auf zum new yorker flughafen laguardia um meinen flug nach philadelphia anzutreten...bei ankunft im check-in bereich wurde mir noch großspurig versichert dass der flug on time sei... leichte hoffnung meinerseits macht sich breit... am gate angekommen ist auch noch alles in butter, die us airways mitarbeiterinnen haben dann plötzlich einen ganz tollen plan: ich (und einige andere auch) soll einen früheren flug nach philadelphia nehmen, dann kriege ich auf jeden fall meinen transatlantikflug...

-> ich bin jacks verlockendes angebot

und natürlich nahm ich besagtes angebot an und wanderte zu einem anderen gate und zu meinem neuen flieger...dort angekommen sah ich, dass der flug zum zeitpunkt meines eintreffens (16:00) schon über zwei stunden zu spät ist...geplanter starttermin war 14:00 ...
nach einigem hin und her und diversen wetterbedingten "cancel" nachrichten anderer flüge begann das boarding um 17:00... wie ich mitbekommen hatte, waren noch einige andere reisende mit dem ziel europa an bord, drei weitere die dann sogar mit mir nach frankfurt fliegen sollten...

schon vom gatebereich aus war deutlich zu sehen, dass sich eine schlange von flugzeugen langsam über das gelände zur startbahn schob... und auch in unserem flugzeug selbst meldete sich der kapitän alsbald und verkündete dass es ca 45 minuten dauern würde, bis wir an der reihe wären... merken wir uns kurz: 17:00 plus 45 minuten = 17:45...

17:20 - wir rollen los

17:25 - wir stehen wieder

17:45 - entgegen der ankündigung stehen wir noch immer

18:00 - pilot meldet eine warteschlange von 60 maschinen...wir stehen an position -yepp, genau- 60...es dauere noch unbestimmte zeit

18:10 - pilot meldet einen groundstop in philadelphia, dort dürfen keine maschinen mehr landen...

18:20 - pilot meldet groundstop sei aufgehoben, wir bewegen uns wieder langsam

18:50 - pilot meldet dass es nur sehr langsam vorangeht (wär hätte das gedacht...) spätestens hier wird uns vier deutschen klar, dass der anschlussflug in gefahr ist

19:25 - wir sind schon relativ weit vorne und pilot meldet verhalten optimistisch dass wir in 25 minuten starten könnten... anschlussflüge könnten aber wegen genereller verspätung in philli erreicht werden...

19:50 - wir stehen immernoch

20:20 - wir stehen immernoch, regulärer abflugzeitpunkt des anschlussfluges, aber dieser ist zum glück auch verspätet

-> ich bin jacks harte geduldsprobe...

20:45 - pilot meldet erneuten groundstop in philli, interessanterweise hebt zu diesem zeitpunkt die maschine nach frankfurt ab... frust und ärger machen sich in der kleinen turbopropmaschine breit... pilot möchte warten bis 21:00 um dann ein update aus philli zu erhalten, andernfalls müssten wir zurück zum gate...die stewardess versucht eine abstimmung aber die zahl derer die unbedingt starten wollen überwiegt

21:00 - pilot gibt vollen schub, die propeller geben alles und das flugzeug startet mit sieben stunden (!!!) verspätung...der flug nach frankfurt ist längst weg und krisensbesprechungen machen die runde... was nun?