nach etwas längerer abstinenz wieder ein eintrag hier...man möge mir die verspätung verzeihen, wartet doch ein unbändiges monster namens diplomarbeit hier auf meinem schreibtisch...
ich habe es mir und der welt erspart, meine meinung zu den vorfällen auf der loveparade zum besten zu geben...eva herman (wie wird sie eigentlich korrekt geschrieben? in folgendem bericht der taz kommen zwei varianten zum einsatz...) hat da sowieso den vogel abgeschossen... eine mittfünfzigerin die etwas spät den nationalsozialistischen trieb in sich entdeckt hat und wohl insgeheim bund deutscher mädel sitzungen abhält, erscheint mir äußerst prädestiniert zu sein, über die loveparade zu berichten und zu urteilen... (wer die ironie findet, darf sie behalten...)
ok...jetzt hab ich doch noch was dazu gesagt... egal...
aber nichtsdestowenigertrotz schreib ich heute mal zu einem typisch deutschen thema...über das schon soviel gesagt wurde und ich nun auch meinen senf dazugebe... mahlzeit!
und das fing schon gleich heute morgen um kurz nach sechs an: (jaaaa, er steht tatsächlich so früh auf...) im radio als der moderator sich beschwerte, dass der sommer gerade eine pause einlegt...er sagte in etwa "aaaach menno, der sommer soll wieder zurück nach deutschland kommen...gerade mal elf grad heute morgen...das ist ja richtig kalt..."
-> ich bin jacks retrospektive
nicht ganz drei wochen zuvor hörte ich den gleichen moderator morgens zu ähnlicher uhrzeit folgendes sagen: "man, was für eine affenhitze, bereits 26 grad heute morgen und kein ende der bullenhitze in sicht...das ist doch nicht mehr normal... wie man die mörderhitze am besten aushält...bla bla bla"
weiß hier einer vielleicht nicht ganz, was er will?
aber so geht es vielen menschen in diesem land... erst jahrelang keinen richtigen winter und RTL interviewt in einer kölner fußgängerzone am 25.12. bei 19° und regen den depp von der straße und was macht der? rischtisch: er jammert, dass es in deutschland NIE einen richtigen winter gibt...
ich erinnere an den letzten winter...was war passiert? der ein oder andere wird sich erinnern...es gab etwas, was für die jahreszeit normal ist: schnee, das thermometer zeigte um die -10 grad und das für längere zeit... was ist ebenfalls passiert? rischtisch: RTL schickt seine grenzdebilen moderatoren menschenverachtenderweise in die kälte um mal wieder den kleinen mann (oder die frau) von der straße zu befragen...und was lässt die alleinerziehende kölner mutter mit drei quängelnden, hässlichen "schastins", "käffins" un "schackelines" vom stapel?
einen jammer-super-gau was es doch so arschkalt wäre und der scheiß schnee und überhaupt...
-> ich bin jacks pädagogisch wertvolle wortwahl...
aber es geht noch weiter:
lässt der sommer auf sich warten -> alle jammern rum...RTL zeigt einen menschenleeren baggersee im ruhrgebiet auf dem einsam ein paar enten ihre runden drehen...es folgt ein interview mit bedröppelt dreinschauenden halsab...äh...pächtern... die sehnlichst den sommer herbeiflehen...
dann kommt der sommer endlich mit macht -> wieder alle jammern rum... RTL zeigt den gleichen badesee wieder, nur platzt er jetzt aus allen nähten, handtuch an handtuch liegen die sonnenanbeter und präsentieren die fahlen, weißen bierbäuche...das ökosystem see ist kurz vorm umkippen weil: "warum duschen? ich geh ja in den see baden..." und die pächter haben dollarzeichen in den augen...und jupp vom schrebergartenverein "grüne heide" jammert über die hitze und dass deshalb seine gladiolen vertrocknen...
jetzt ist der sommer wieder fast weg (ok, aktuell 25 grad bei mir) und -richtig- wieder jammern alle rum...ein warmer sommerschauer wird zum unwetter hochgestuft...panikartig verlassen menschenmassen das freie um unter dächern schutz zu suchen...und warum? es ist nur wasser...
-> ich bin jacks selbstkritik
und auch ich jammere hier übers jammern... und weitere werden folgen, die um des jammerns willen über das jammern jammern...
wenn uns deutsche irgendwer irgendwie irgendwo irgendwann mal aus diesem jammertal befreien will...so prophezeie ich in anlehnung an wilhelm tell: durch diese jämmerliche gasse muss er kommen!
Posts mit dem Label sommer werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label sommer werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Mittwoch, 4. August 2010
Donnerstag, 3. September 2009
ich bin jacks schleichender herbstanfang
nobody on the roadirgendwie scheinen diese zeilen für genau diesen heutigen tag geschrieben worden zu sein...
nobody on the beach
i feel it in the air
the summers out of reach
(don henley)
dort wo die letzten wochen und monate immer menschen anzutreffen waren, die sich in der sonne räkelten und die warmen tage genossen, herrschte heute gähnende leere...
kein sehen und gesehen werden...kein fröhliches beisammensein auf wiesen am rheinufer...
nur der böige wind trieb unentwegt blätter vor sich her und diejenigen, die sich draußen aufhielten, gingen einen schritt schneller um möglichst bald wieder vor dem wind geschützt zu sein... nicht dass es kalt gewesen wäre...nein...
nur wird es das wohl mit dem sommer gewesen sein...
-> ich bin jacks leiser abschied...
Dienstag, 7. Juli 2009
ich bin jacks wechselbad der temperaturen
es fing alles an als ich in new york weilte...die temperaturen dort umschmeichelten die 30°c marke des öfteren und kein wölkchen traute sich, die sonne über der ostküste der vereinigten staaten in ihrem brighten schein zu stören...evtl auch aus angst vor einer möglichen operation "enduring sunshine" seitens der regierung...nobody knows...
-> ich bin jacks nicht unbegründete angst
und so kam es, dass meine gastgeberin und ich des öfteren mal ein schattiges plätzchen aufsuchten oder auch mal in eines der unzähligen und mit bunten schaufenstern lockenden geschäfte gingen...dort angekommen, wurden wir dann mit einer typisch amerikanischen unsitte konfrontiert:
zwischen außentemperatur und raumtemperatur lagen lichtjahre, wenn nicht sogar ganze noch unentdeckte welten, und die logische folge wenn man nassgeschwitzt in kältere gefilde geht: richtig, man wird sich meist erkälten... so auch geschehn mit uns, meine gastgeberin traf es einige tage früher als mich, aber ganz konnte ich mich nicht dem kratzen im hals und der rauhen stimme entziehen...
das schauspiel ging nach dem szenenwechsel in miami beach unverändert weiter, dort nur noch extremer, denn eine außentemperatur um die 35°c und eine luftfeuchte von annähernd 100% setzten noch mehr zu...und wenn man nun abends mit badehose bekleidet und durch die schwülheiße luft nassgeschwitzt einen store betrat, wurde man meist von einem kaum mehr als 15°c kalten lufthauch begrüßt... also auch in miami beach keine chance, der leichten dauererkältung zu entfliehen...im gegenteil, es wurde noch ein wenig schlimmer...
wieder in deutschland angekommen konnte ich dann die leichte erkältung hinter mich bringen ohne direkt den verdacht zu erwecken, an der mexiko grippe erkrankt zu sein...aber man wird trotzdem etwas schief angeguckt wenn man erzählt man wäre in den staaten gewesen und dann im anschluss genüsslich hustet...
doch auch in der heimat ist man vor überreagierenden klimaanlagen nicht sicher... ein besonders gefürchteter ort sind feierabendzüge die von den beiden im sommer operierenden bahngesellschaften "db saunazug" und "db eisfachbahn" gefahren werden... manchmal teilen sich die beiden gesellschaften auch einen zug...
mit letztgenannter gesellschaft hatte ich die ehre von bonn nach hause zu fahren...mein weg begann bei schönstem wetter und strahlendem sonnenschein und leichter schwüle... am bahnhof angekommen war ich dann leicht geschwitzt und mangels platz im schatten transpirierte ich auf dem bahnsteig munter weiter...aber ich war nicht alleine...dann endlich kam der zug und ich hoffte auch etwas niedrigere (!!!) temperaturen an bord...aber da scheinen die bahn und ich unterschiedlich stark ausgeprägte vorstellung von "etwas niedriger" zu haben... um es auf deutsch zu sagen, es war arschkalt im zug und natürlich weit und breit kein schaffner den man hätte bitten können, doch regelnden einfluss auf das klima zu nehmen... und so saß ich dann gute 45 minuten im eisfach ... wenigstens hörte ich abrupt auf zu schwitzen...
"db saunabahn" fährt gerne die pendlerzüge zur feierabendzeit, da nämlich die klimaanlage sowieso nicht in der lage ist, das innenraumklima niedrig zu halten, sondern im eingeschalteten zustand dann sogar noch munter heizt, wird sie meist gar nicht erst eingeschaltet...dann fährt man immerhin umweltbewusst...von wegen spritverbrauch und so...
ebenfalls die tage saß ich in solch einem pendlerzug, trotz außentemperaturen um die 30°c in langer hose und hemd da ich von der arbeit kam... und -oh wunder- die klimaanlage war ausgeschaltet...kurz nach anfahren des gut besetzten zuges schaltete sich auch die klimaanlage wieder zu und brachte den insassen noch mehr heiße luft...
-> ich bin jacks rollender schwitzkasten
die meisten anwesenden hätten bei einem wet-shirt wettbewerb mitmachen können...bei männern mittleren alters mit wohlstandswampe nun nicht gerade ansehnlich, aber kaum zu verhindern bei temperaturen über 30°c im zug... als dann auf halber strecke auch schätzungsweise die hälfte der fahrgäste ausgestiegen (oder evtl geschmolzen) war, leistete die klimaanlage plötzlich wieder ausgesprochen gute dienste...
sehr schön...wieder nassgeschwitzt und wieder wird es kalt...und zwar nicht angenehm kalt sondern eiskalt... kurz darauf kommt der schaffner ins abteil mit den worten "ach, hier ist es ja angenehm, im restlichen zug hatten wir eben weit über 30°..."
wenn blicke töten könnten, wäre besagter -an der situation völlig unschuldiger- schaffner in dem moment sicherlich von sechs paar augen in die -sicherlich besser temperierte- hölle geschickt worden...
in diesem sinne: sänk ju for träwelling wis deutsche bahn saunazug...
-> ich bin jacks nicht unbegründete angst
und so kam es, dass meine gastgeberin und ich des öfteren mal ein schattiges plätzchen aufsuchten oder auch mal in eines der unzähligen und mit bunten schaufenstern lockenden geschäfte gingen...dort angekommen, wurden wir dann mit einer typisch amerikanischen unsitte konfrontiert:
zwischen außentemperatur und raumtemperatur lagen lichtjahre, wenn nicht sogar ganze noch unentdeckte welten, und die logische folge wenn man nassgeschwitzt in kältere gefilde geht: richtig, man wird sich meist erkälten... so auch geschehn mit uns, meine gastgeberin traf es einige tage früher als mich, aber ganz konnte ich mich nicht dem kratzen im hals und der rauhen stimme entziehen...
das schauspiel ging nach dem szenenwechsel in miami beach unverändert weiter, dort nur noch extremer, denn eine außentemperatur um die 35°c und eine luftfeuchte von annähernd 100% setzten noch mehr zu...und wenn man nun abends mit badehose bekleidet und durch die schwülheiße luft nassgeschwitzt einen store betrat, wurde man meist von einem kaum mehr als 15°c kalten lufthauch begrüßt... also auch in miami beach keine chance, der leichten dauererkältung zu entfliehen...im gegenteil, es wurde noch ein wenig schlimmer...
wieder in deutschland angekommen konnte ich dann die leichte erkältung hinter mich bringen ohne direkt den verdacht zu erwecken, an der mexiko grippe erkrankt zu sein...aber man wird trotzdem etwas schief angeguckt wenn man erzählt man wäre in den staaten gewesen und dann im anschluss genüsslich hustet...
doch auch in der heimat ist man vor überreagierenden klimaanlagen nicht sicher... ein besonders gefürchteter ort sind feierabendzüge die von den beiden im sommer operierenden bahngesellschaften "db saunazug" und "db eisfachbahn" gefahren werden... manchmal teilen sich die beiden gesellschaften auch einen zug...
mit letztgenannter gesellschaft hatte ich die ehre von bonn nach hause zu fahren...mein weg begann bei schönstem wetter und strahlendem sonnenschein und leichter schwüle... am bahnhof angekommen war ich dann leicht geschwitzt und mangels platz im schatten transpirierte ich auf dem bahnsteig munter weiter...aber ich war nicht alleine...dann endlich kam der zug und ich hoffte auch etwas niedrigere (!!!) temperaturen an bord...aber da scheinen die bahn und ich unterschiedlich stark ausgeprägte vorstellung von "etwas niedriger" zu haben... um es auf deutsch zu sagen, es war arschkalt im zug und natürlich weit und breit kein schaffner den man hätte bitten können, doch regelnden einfluss auf das klima zu nehmen... und so saß ich dann gute 45 minuten im eisfach ... wenigstens hörte ich abrupt auf zu schwitzen...
"db saunabahn" fährt gerne die pendlerzüge zur feierabendzeit, da nämlich die klimaanlage sowieso nicht in der lage ist, das innenraumklima niedrig zu halten, sondern im eingeschalteten zustand dann sogar noch munter heizt, wird sie meist gar nicht erst eingeschaltet...dann fährt man immerhin umweltbewusst...von wegen spritverbrauch und so...
ebenfalls die tage saß ich in solch einem pendlerzug, trotz außentemperaturen um die 30°c in langer hose und hemd da ich von der arbeit kam... und -oh wunder- die klimaanlage war ausgeschaltet...kurz nach anfahren des gut besetzten zuges schaltete sich auch die klimaanlage wieder zu und brachte den insassen noch mehr heiße luft...
-> ich bin jacks rollender schwitzkasten
die meisten anwesenden hätten bei einem wet-shirt wettbewerb mitmachen können...bei männern mittleren alters mit wohlstandswampe nun nicht gerade ansehnlich, aber kaum zu verhindern bei temperaturen über 30°c im zug... als dann auf halber strecke auch schätzungsweise die hälfte der fahrgäste ausgestiegen (oder evtl geschmolzen) war, leistete die klimaanlage plötzlich wieder ausgesprochen gute dienste...
sehr schön...wieder nassgeschwitzt und wieder wird es kalt...und zwar nicht angenehm kalt sondern eiskalt... kurz darauf kommt der schaffner ins abteil mit den worten "ach, hier ist es ja angenehm, im restlichen zug hatten wir eben weit über 30°..."
wenn blicke töten könnten, wäre besagter -an der situation völlig unschuldiger- schaffner in dem moment sicherlich von sechs paar augen in die -sicherlich besser temperierte- hölle geschickt worden...
in diesem sinne: sänk ju for träwelling wis deutsche bahn saunazug...
Abonnieren
Posts (Atom)