im folgenden nun ein kurzer überblick über meinen bisherigen tag der in vielen punkten mal wieder die frage aufwirft, ob sich sämtliche mächte des guten, des bösen und des hässlichen gegen mich verschworen haben oder ob vielleicht götter und teufel irgendwo im himmel bei nem bierchen sitzen und auf einem flatscreen mein leben beobachten und wetten abschließen... frei nach dem motto "gleich tickt er aus" ...
heute auf dem vormittagsprogramm stand ein experiment welches unter dem workingtitle "drei arzttermine innerhalb von drei stunden" lief... ich gebe zu es war gewagt...
erste etappe war die autofahrt zu den terminen eins und zwei... zeitlich wie immer knapp an der grenze des machbaren kalkuliert rechnete ich für die anfahrt mit der benutzung der örtlichen umgehungsstraße um so auch gleichzeitig die bahngleise überbrückt zu überqueren und im rahmen der pünktlichkeit zu bleiben... aber wie das immer so ist wenn die variablen zeit und not in umgekehrt proportionalem verhältnis stehn: grau ist alle theorie... schon die zufahrt zu besagter umgehungsstraße war blockiert durch einen bus und einen lkw mit auflieger...
beide standen sich in einer engen neunzig grad kurve gegenüber und natürlich sahen sich beide fahrer im recht und mit typischem alphamännchengehabe und wild gestikulierend wurde der jeweils andere aufgefordert, den rückwärtsgang einzulegen... aber jede geste die als aufgabe gewertet werden könnte, hätte natürlich einen drastischen abfall des testosteronspiegels zur folge...
oder die fahrkünste beider fahrer waren so begrenzt, dass fünf meter zurücksetzen ein ding der unmöglichkeit bedeutete...fahren will halt gelernt sein... wie das mobile kräftemessen ausgegangen ist, weiß ich leider nicht, ich entschied mich angesichts der auf beiden seiten immer länger werdenden schlange an wartenden fahrzeugen für die fahrt durch die innenstadt und niveaugleiche kreuzung der schienen...
-> ich bin jacks cineastisches déjà-vu
vielleicht kennt der ein oder andere die szene aus dem großartigen film "the truman show":
gegen ende versucht der protagonist mittels auto aus der künstlichen welt auszubrechen und nähert sich einer kreuzung...aus der ferne ist kein verkehr zu beobachten, aber als er sich besagter kreuzung nähert werden aus allen himmelsrichtungen fahrzeuge dorthin dirigiert und diese verursachen aus heiterem himmel geschickt inszeniert einen stau...
genau so ging es heute morgen meiner wenigkeit an jeder kreuzung in der gesamten stadt... ok..."nur" zwei an der zahl, aber trotzdem nervig...
und wie sollte es auch anders sein? natürlich kam auch gerade in dem moment in dem ich mich den gleisen näherte ein zug und die schranken schlossen sich...
die zeit wurde immer knapper...
dann endlich auf der bundesstraße angekommen, setzten sich auch noch die einzigen beiden lkw die an diesem morgen unterwegs waren, direkt vor mich während ich auf der einfädelspur den gütertransport auf der straße leise verfluchte...
wie durch ein wunder schaffte ich es doch noch auf die minute genau zu arzttermin eins... ich hatte bei der terminvergabe schon erwähnt, dass nur eine dreiviertelstunde zeit sei und mir wurde daraufhin versichert dass das überhaupt kein problem sei...
es vergingen zehn minuten im wartezimmer... der reihe nach verschwanden alle patienten die schon vor mir da waren... es vergingen zwanzig minuten im wartezimmer... der anteil derer die anscheinend noch vor mir an die reihe kommen würden, wurde langsam aber sicher überschaubar...allerdings vergingen weitere zwanzig minuten und ich hatte noch gute fünf davon bis zum nächsten termin... ich wollte dann an der anmeldung kurz bescheid sagen dass ich später nochmal kommen würde, da termin zwei der wichtigere sei, aber das wollte man nicht gelten lassen und ich wurde freundlich aber bestimmt dazu aufgefordert, zu warten... meine akte wurde ganz nach oben gelegt und schwupps: ich war als nächstes dran... und ein kurzes telefonat kündigte mein zu spätes erscheinen bei termin zwei schonmal entschuldigend an...
auch kassenpatienten werden manchmal "bevorzugt" behandelt...
wie immer stand die zeit in behandlung in keinem verhältnis zur wartezeit und ich konnte mit zehn minuten verspätung termin zwei wahrnehmen...
dieser zog sich auch wieder übelst in die länge und trotz ausreichend zeitpolster schien es eng mit termin drei zu werden...über eine stunde wartezeit und dann knappe zehn minuten beim arzt selbst...
auf dem weg zurück mit dem auto und gleichzeitig dem weg zu termin drei dann das unvermeidliche: alte frau... (beifahrer: alter mann mit hut...) in einem mindestens ebenso alten fiesta ... das profil der strecke entspricht in etwa einer anspruchsvollen bergetappe der tour de france und ich glaube sogar ein nicht-gedopter profiradfahrer hätte ansatzweise mit besagtem fiesta mithalten können... aber sowas gibt es ja bekanntlich leider nicht... im gegensatz zum fiesta, welcher real vor mir blieb... die kurven und gegenverkehr verhinderten auch jegliche überholmanöver...
-> ich bin jacks anglifizierter werbeslogan:
"fiesta: feel the unbelievable power of 34 PS"
und so fuhr die gute dame auch... gemächlich berghoch... mehrere hundert meter vor jeder kurve anfangen zu bremsen und in der kurve selbst soweit die geschwindigkeit verringern, dass die drehung der erde den rest besorgt...
leicht genervt kam ich dann aber trotzdem noch pünktlich zu termin nummer drei...
fazit: experiment irgendwie geglückt...
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Mittwoch, 3. März 2010
Montag, 16. März 2009
ich bin jacks abgesenkter fahrzeugschwerpunkt
heut nachmittag hat die gelbe scheibe am himmel, gemeinhin bekannt als sonne, ma eine kleine probe ihrer frühlingshaften kraft abgegeben und ich hab das natürlich auch gleich mal genutzt um auf dem balkon zu lernen...allerdings war der feierabendverkehr irgendwann zu laut und auch interessanter...man sieht direkt wieder, wie aus dem ach so zivilisierten mensch ein richtiges tier werden kann, wenn er am steuer sitzt...
die erhöhte lautstärke kommt vor allem davon, dass in der großstadt bei jedem scheiß ausprobiert wird, ob die hupe noch funktioniert... auf dem land ist es durchaus möglich, dass ein autofahrer mal am straßenrand anhält um mit einem bekannten auf dem bürgersteig zu reden oder nach dem weg zu fragen und andere einheimische autofahrer warten entweder geduldig oder fahren ohne eine entgleisungen der mimik vorbei...
anders in der großstadt: wenn man dort nicht nach 17 millisekunden "gelb" an der ampel schon im dritten gang ist, wird auch der besonnenste rentner in seinem opel kadett e zur wildsau und strapaziert die hupe bis zum exitus...
dann empfiehlt es sich im sinne eines sozialverträglichen frühablebens gerade solange das auto an der ampel stehn zu lassen, bis diese wieder gelb zeigt um dann gemütlich loszurollen...
bis dahin sollte der blutdruck des hintermannes höhen erreicht haben, in denen bei druckabfall sauerstoffmasken aus den decken fallen...
das sozialstaatssystem wird es einem danken...
im feierabendverkehr treffen wie an einem wasserloch in der afrikanischen savanne die verschiedensten arten aufeinander...da gibt es jäger und gejagte...diverse studenten in alten klapprigen schüsseln, bürohengste in glänzenden firmenwagen, diverse hakans, alis und mehmets in ihren 3er bmws...taxis, lastwagen und als besonderen nervenkitzel die straßenbahn...
-> ich bin jacks logenplatz beim frühlingstheater
zwei dinge sind mir heute besonders aufgefallen:
einmal der schmierige topmanager, der seinen -zugegebenermaßen geilen- audi mitten auf den straßenbahnschienen abgestellt hatte, weil es mit handy am ohr und demnach nur einer freien hand zu anstrengend ist, das mit servolenkung ausgerüstete fahrzeug vollständig um die kurve zu bewegen...außerdem könnte der maßanzug knittern...das wollen wir natürlich nicht...
wenn blicke töten könnten, wär der straßenbahnführer jetzt in der verbrecherdatenbank registriert...
und nach der vollbremsung sind die fahrgäste an der haltestelle nun alle an der ersten tür vorne ausgestiegen...
zum anderen gabs da so einen geistig tiefergelegten athleten, der mit seinem 3er bmw und im rosa muskelshirt dermaßen cool die straße entlangcruiste...(ja, manche passen zu ihren klischees nicht nur wie die faust aufs auge, nein...die haben das klischee erfunden...)
auf jeden fall hatte dieser typ ein problem in form eines alten renaults direkt vor ihm an der ampel...drin saß eine junge dame, evtl studentin, aber unübersehbar der riesige "wendy" aufkleber auf der heckscheibe...
sie hat sich auch durch unüberhörbares spielen mit dem gaspedal seitens des bmw nicht wirklich beeindrucken lassen...
so... was macht der klassische fahrer eines tiefergelegten 3 bmws, dessen iq in etwa der verbliebenen bodenfreiheit seines autos entspricht, wenn die ampel nun grün zeigt und er nicht die pole position inne hat?
ganz einfach: gaspedal richtung bodenblech, rechts raus, über den fahrradweg, dann wieder einscheren und auf keinen fall...nie...unter keinen umständen in den zweiten gang schalten bei dieser aktion...damit auch nach mehreren hundert metern das infernale gejaule des bei 8000 umdrehungen pro minute tourenden motors von der unbändigen männlichkeit berichten kann, mit der gerade eben der wehrlose renault demontiert wurde...
-> ich bin jacks sensibler geruchssinn
...und es lag noch lange dieser hauch von testosteron in der luft
...oder war es gummiabrieb?
für manche nasen bestimmt sehr ähnlich...
die erhöhte lautstärke kommt vor allem davon, dass in der großstadt bei jedem scheiß ausprobiert wird, ob die hupe noch funktioniert... auf dem land ist es durchaus möglich, dass ein autofahrer mal am straßenrand anhält um mit einem bekannten auf dem bürgersteig zu reden oder nach dem weg zu fragen und andere einheimische autofahrer warten entweder geduldig oder fahren ohne eine entgleisungen der mimik vorbei...
anders in der großstadt: wenn man dort nicht nach 17 millisekunden "gelb" an der ampel schon im dritten gang ist, wird auch der besonnenste rentner in seinem opel kadett e zur wildsau und strapaziert die hupe bis zum exitus...
dann empfiehlt es sich im sinne eines sozialverträglichen frühablebens gerade solange das auto an der ampel stehn zu lassen, bis diese wieder gelb zeigt um dann gemütlich loszurollen...
bis dahin sollte der blutdruck des hintermannes höhen erreicht haben, in denen bei druckabfall sauerstoffmasken aus den decken fallen...
das sozialstaatssystem wird es einem danken...
im feierabendverkehr treffen wie an einem wasserloch in der afrikanischen savanne die verschiedensten arten aufeinander...da gibt es jäger und gejagte...diverse studenten in alten klapprigen schüsseln, bürohengste in glänzenden firmenwagen, diverse hakans, alis und mehmets in ihren 3er bmws...taxis, lastwagen und als besonderen nervenkitzel die straßenbahn...
-> ich bin jacks logenplatz beim frühlingstheater
zwei dinge sind mir heute besonders aufgefallen:
einmal der schmierige topmanager, der seinen -zugegebenermaßen geilen- audi mitten auf den straßenbahnschienen abgestellt hatte, weil es mit handy am ohr und demnach nur einer freien hand zu anstrengend ist, das mit servolenkung ausgerüstete fahrzeug vollständig um die kurve zu bewegen...außerdem könnte der maßanzug knittern...das wollen wir natürlich nicht...
wenn blicke töten könnten, wär der straßenbahnführer jetzt in der verbrecherdatenbank registriert...
und nach der vollbremsung sind die fahrgäste an der haltestelle nun alle an der ersten tür vorne ausgestiegen...
zum anderen gabs da so einen geistig tiefergelegten athleten, der mit seinem 3er bmw und im rosa muskelshirt dermaßen cool die straße entlangcruiste...(ja, manche passen zu ihren klischees nicht nur wie die faust aufs auge, nein...die haben das klischee erfunden...)
auf jeden fall hatte dieser typ ein problem in form eines alten renaults direkt vor ihm an der ampel...drin saß eine junge dame, evtl studentin, aber unübersehbar der riesige "wendy" aufkleber auf der heckscheibe...
sie hat sich auch durch unüberhörbares spielen mit dem gaspedal seitens des bmw nicht wirklich beeindrucken lassen...
so... was macht der klassische fahrer eines tiefergelegten 3 bmws, dessen iq in etwa der verbliebenen bodenfreiheit seines autos entspricht, wenn die ampel nun grün zeigt und er nicht die pole position inne hat?
ganz einfach: gaspedal richtung bodenblech, rechts raus, über den fahrradweg, dann wieder einscheren und auf keinen fall...nie...unter keinen umständen in den zweiten gang schalten bei dieser aktion...damit auch nach mehreren hundert metern das infernale gejaule des bei 8000 umdrehungen pro minute tourenden motors von der unbändigen männlichkeit berichten kann, mit der gerade eben der wehrlose renault demontiert wurde...
-> ich bin jacks sensibler geruchssinn
...und es lag noch lange dieser hauch von testosteron in der luft
...oder war es gummiabrieb?
für manche nasen bestimmt sehr ähnlich...
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