Dienstag, 31. März 2009

ich bin jacks mittägliches fernsehprogramm

es ist in etwa so wie mit "wipeout"...ich weiß nicht was mich dazu getrieben hat es anzuschaun...heute mittag war es wohl mal wieder die langeweile...ich hatte kurz "punkt 12" an, aber die unglaublich auf "weltbewegend" getrimmte berichterstattung zu einer dsds teilnehmerin hat mich abgeschreckt...
es scheint als gäbe es gewisse diskrepanzen zwischen dem, was rtl für wichtig hält und dem was mich beim nachrichten schauen interessieren würde...rtl denkt das sei es, was deutschlands arbeitende kräfte, die beim ankurbeln der konjunktur ma ne mittagspause machen, wissen müssen oder wollen: was so ein goldkehlchen macht, welches seine seele für ein paar minuten ruhm und dumme jurysprüche an rtl verkauft hat, wenn ihm langweilig ist...

getreu dem spruch "lächle, denn es könnte schlimmer kommen" hab ich innerlich dieses armutszeugnis an berichterstattung belächelt und einen kanal weitergeschaltet...
und es kam schlimmer:
dort lief "britt"... mit dem überaus interessanten thema "heute muss ich es erzählen" ... gerade in dem moment als ich reingezappt hatte, barg dieses im wahrsten sinne des wortes gesprächsfreudig anmutende topic (ein hoch auf die anglizismen...) jede menge konfliktpotential:

es standen sich zwei gut genährte jugendliche gegenüber, augenscheinlich stammgäste an der dönerbude, schulabbrecher aus leidenschaft (schwanger mit 16...) und kulturell interessierte couchpotatoes (ganztags fernsehen wegen arbeitssuche) ...
sie, "annschelik", war 17 jahre alt, bereits stolze mutter und gerade wieder trächtig...
er, der danny, ebenfalls 17, vom leben keine ahnung aber gangster sein wollen, kappe auf mit der ein wenig widersprüchlichen aufschrift "hero" und einem gesichtsausdruck, welcher dem zuschauer permanent vor augen hält wie die personifizierung eines negativen intelligenzquotienten aussehen mag...

er behauptete, in besitz eines hochbrisanten dokumentes zu sein, welches belegt, dass seine gegenüber und ihr angetrauter, ein anderer checkers namens "döna", wild und ungehemmt fremdkoitierten: (sinngemäß wiedergegeben)
danny: "isch hab de zettel steht schrieben dass de annschelik mit typen so halt...ne...un döna auch"
britt: "ja was denn?" (möchte da jemand etwa das böse wort mit "f" hören?)
danny: "ja poppen halt in de gegend rum"
annschelik: "ey halts maul!!! isch *piep* nisch gegend rum!!!"

-> ich bin jacks allseits bekannte liste von bösen wörtern...

so ging das lustig weiter, und döna, der scheinbar hinter der bühne saß, war auch munter am meckern...

allerdings hatte die ganze geschichte von danny einen nicht zu unterschätzenden haken:
britt: "ja hast du den zettel denn dabei?"
danny: "nein..."
britt: "ja warum denn nicht?"
danny: "ja weil is von ne person aus mein freundeskreis un hat niemand anzugehn, ne..."
frau aus publikum mischt sich ein: "dann sag doch wenigstens den vornamen"
danny: "ne, geht nisch, is aus em datenschutz un so"

manchmal frage ich mich, ob irgendwo ein riss im raum-zeit-kontinuum existiert, durch den solche humanoiden minimalkonfigurationen in unsere welt kommen...und ob die talkshow agentur denen dann zwei 75 euro scheine in die hand drückt als honoration ihrer darbietung des facettenreichen scheiterns...dieser gedankengang lässt sich noch weiter mit leben füllen: freuen die sich dann richtig über die vermeintliche kohle? und was wird das für ein trara wenn die damit an der kasse das neuste bushidoalbum und en sixpack kaufen wollen?...

da wars mir dann auch zuviel und ich dachte für eine millisekunde "juhu", als ich auf viva schaltete und dort gerade das "get the clip" special mit dem hoffnung erweckenden namen "time to rock" lief...aber was um alles in der welt...? britney spears mit "born to make you happy"...

-> ich bin jacks perfekter fernseh overkill

Montag, 30. März 2009

ich bin jacks politische botschaft

man merkt dass der wahlkampf langsam in die heiße phase geht, denn mittlerweile zeigen auch diejenigen parteien zweifelhafte initiative, die glücklicherweise keine großen chancen haben werden...
an der straßenbahnhaltestelle konnte ich gestern abend zum ersten mal die solide deutsche handarbeit der wahlhelfer der republikaner begutachten...niedliche kleine, runde aufkleber mit dem slogan "stark für deutschland" und einer blonden vorzeigearierin die einem entgegen lacht...
ganz klar: die reps wollen weg von ihrem angestaubten alt-nazi image...hin zu einer dynamischen jungen partei mit hübschen mitgliedern...glücklicherweise waren die aufkleber so deplatziert, dass menschen mit einer scheitelhöhe von über einem meter diese nicht wirklich bewusst wahrnehmen...

und was sehe ich heute abend?

die weiße fläche, auf der solch ein sticker klebt und die allein schon durch ihre relative größe zum aufkleber diesen förmlich verschluckt, war mit riesigen roten buchstaben verziert "nazis raus! antifa" und pfeilen, die auf die aufkleber hinweisen...

es wäre einfacher gewesen, die aufkleber zu entfernen und kaum jemand hätte je gewusst, dass die mal dort waren...aber die antifaschistische rote farbe ist ein wahrer blickfang...

so kommen die republikaner nun doch wieder in die gedächtnisse einzelner passanten zurück...

der goldene pfeil der übers ziel hinausgeschossen ist, geht dieses mal an die antifa bewegung...

Sonntag, 29. März 2009

ich bin jacks schlafloser freitag

kommen wir kurz zur beantwortung der fragen zu den pommes und dem schlaf...
beides bezieht sich auf die mc donalds filiale im frankfurter hauptbahnhof, in welcher das securitypersonal aus unerfindlichen gründen probleme mit am tisch schlafenden personen hat...gut, so unerfindlich auch wieder nicht, wer schläft sündigt bekanntermaßen nicht und kann auch kein nahrhaftes mc donalds essen zu sich nehmen...letzteres wollte ich dann auf grund von aufkeimendem hungergefühl zu mir nehmen und habe mit mühe und not einen euro zusammengekratzt und wollte den betrag gegen eine kleine portion pommes eintauschen...wir erinnern uns alle noch an die werbung "ne kleine pommes? - en euro...deine nummer? - en euro..." und so war ich dann doch etwas verwirrt als die fachkraft für systemgastronomie 1,39 verlangte...
wie auch immer...ich bin mein kleingeld losgeworden und war fürs erste gesättigt, da geriet auch die tatsache dass es kurz vor sechs morgens war und ich schon 23 stunden wach war, etwas in den hintergrund...
während ich am essen war, wurde mein kumpel m. noch vier oder fünf mal vom securitypersonal mehr oder weniger freundlich angestoßen mit der aufforderung er möge doch bitte wachbleiben, geholfen hat es eigentlich nichts, aber der wichtig wirkende mensch im anzug mit knopf im ohr war gewillt, seine wichtigkeit auch durch taten den nötigen ausdruck zu verleihen...
da wir allerdings unsern zug noch erwischen wollten, konnte das interessante kräftemessen zwischen schlaf und autorität nicht fortgeführt werden...

-> ich bin jacks rollende sardinenbüchse

in der vollbesetzten (man erinnere sich an die uhrzeit: kurz nach sechs samstags morgens...) s-bahn konnten wir dann glücklicherweise sitzplätze ergattern und verlorenen schlaf nachholen...
ich wollte nur mal kurz die augen ausruhen und machte sie auch nach subjektiven 2 minuten wieder auf, musste dann zu meinem erstaunen feststellen, dass der ehemals volle wagen der s-bahn komplett leer war, auch mein kumpel m. war weg...
nachdem der erste "mist, bin ich zu weit gefahren?" schock sich gelegt hatte, und ich anhand der stationsnamen sah, dass ich doch nicht zu weit gefahren war, machte ich mich auf die suche nach m....
es müssen schätzungsweise 20 minuten gewesen sein, in denen sich meine augen ausruhen konnten und währenddessen hat die bahn sämtliche fahrgäste am flughafen ausgespuckt...alle? ja bis auf mich schon, sogar m. der eigentlich nicht am flughafen raus wollte, war irgendwie dort ausgestiegen...nach einem klärenden telefonat hab ich dann die restliche wegstrecke meine augen weiter ausgeruht...

was ich jetzt auch wieder tun werde...

Samstag, 28. März 2009

ich bin jacks lange nacht

...welche dazu führte dass ich heut erst gegen acht daheim war und heut abend wohl auch rechtzeitig zum frühstück in der stadt sein werde...

wo sind die alle hin?
warum kosten pommes 1,39?
warum darf man hier nicht schlafen?

fragen über fragen...auf die ich die tage noch genauer eingehen werde...

aktuell gilt: ich muss weg!

Freitag, 27. März 2009

ich bin jacks absehbarer frust

ja, absehbar...ich hab mal wieder zu gezielt gelernt und fand mich passend zum wetter im kalten wasser wieder...

zumindest zu jeder frage konnte ich etwas abliefern, aber die bezeichnung "publizistik" kam wohl nur zustanden, weil das wörtchen "zeitung" in vielen aufgabenstellungen vorkam...

was mir aber etwas komisch vorkam, war die individuelle zeitvorgabe...um offensichtliche dinge stundenlang zu erklären...um es mal überspitzt darzustellen: "erläutern sie, warum das quadrat vier ecken hat - 30 minuten"

..."weil es kein dreieck und kein kreis ist, vier seiten hat und die alle im 90° winkel zusammentreffen"

was soll man denn dann noch groß schreiben?

-> ich bin jacks falsche einschätzung

ich hatte mehr auf sowas gehofft wie ich demletzt hier veröffentlicht hatte...aber was solls...



Donnerstag, 26. März 2009

ich bin jacks wikipedialer plagiarismus

heute mittag habe ich mal herzhaft gelacht...
ich war nach wie vor am recherchieren zu den bereits erwähnten medienwirtschaftlichen themen (im speziellen diesmal das "natürliche monopol") und mein alter "big brother is watching you" freund google zeigte mir an erster stelle den entsprechenden link zur freien und in universitären kreisen weniger gern gesehenen enzyklopädie wikipedia...
was solls...ich hab den text durchgelesen, aber die information die ich eigentlich gesucht hatte, konnte wikipedia mir leider nicht liefern...nach acht weiteren pdfs und docs aus allen bereichen der wirtschaft und verschiedenen universitäten stieß ich auf eines dieser berüchtigten "hausarbeiten egal wie scheiße - wir verticken die für kohle" portale...
dort wird natürlich nicht die komplette arbeit gezeigt, sondern nur ein kleiner auszug, meist das erste kapitel, um den interessierten oder auch verzweifelten nutzer (nach dem motto: "wie? morgen war abgabe???") ein wenig anzufixen...
bis dahin hatte ich wie gesagt schon acht weitere quellen mit unterschiedlichen texten gelesen, aber mich beschlich ein wenig dieses déjà-vu gefühl...
nach kurzem kramen in meinem gedächtnis fiel es mir dann wieder ein:

hier der anfangstext aus wikipedia:

"Dies führt häufig dazu, dass dieser (der Monopolist) bei seiner Preisgestaltung nur auf die Nachfrage bzw. das Angebot Rücksicht nehmen muss, nicht auf den Wettbewerb. Unter der Annahme des Ziels einer Gewinnmaximierung muss ein Monopolist berücksichtigen, dass höhere Preise zu einem Rückgang der Nachfrage am Markt führen (je höher der Preis ist, desto weniger Kunden sind bereit und in der Lage, diesen Preis zu zahlen). Dies wurde erstmals 1838 von Augustin Cournot exakt analysiert und führt zur Definition des cournotschen Punktes. Bei Konkurrenz mehrerer Anbieter ergäbe sich ein eher an den Produktionskosten orientierter niedrigerer Preis und eine höhere angebotene Menge."

und zum vergleich der text aus besagter hausarbeit:

"
Dies führt häufig dazu, dass der Monopolist bei seiner Preisgestaltung auf die Nachfrage bzw. das Angebot Rücksicht nehmen muss und nicht auf den Wettbewerb. Wenn angenommen wird, dass ein Monopolist sein Gewinn maximieren möchte muss er berücksichtigen, dass höhere Preise zu einem Rückgang der Nachfrage führen. (Je höher der Preis ist, desto weniger Kunden sind bereit den Preis zu zahlen).Diese Aussage wurde erstmals 1938 von Augustin Cournot analysiert und führte zur Definition des Cournotschen Punktes. Der Cournotsche Punkt ist für ein Monopolunternehmen die gewinnmaximierende Preis- Mengenkombination."

ein schelm der böses dabei denkt...

-> ich bin jacks schelmischer gedanke II

jeder, der schonmal eine hausarbeit oder seminararbeit verfasst hat, kennt die problematik nur zu gut, aber SO offensichtlich und gerade bei dem wie bereits erwähnt verachteten wikipedia...

das erklärt vielleicht, warum die note "nur" im zweierbereich lag...

da haben die chinesen irgendwo schon recht, denn die kopie ist dort die höchste form der verehrung...in diesem sinne: all hail to wiki!

(im sinne des datenschutzes werden die autoren und die fundstelle erst gegen ein entsprechend hohes "überredungsgeld" genannt ;-)

nachtrag: danke an y. für den korrekturhinweis

Mittwoch, 25. März 2009

ich bin jacks legale sicherheitskopie

heut hab ich mich kurz mit dem thema "durchsetzungsfähigkeit der eigentumsrechte" oder anders ausgedrückt "musikpiraterie" beschäftigt...da sind mir zwei sehr interessante fälle untergekommen...

erster fall: 1996 hat sony ein paar kiddies erwischt, die mit den damals noch üblichen und der heutigen jugend so gut wie nicht mehr bekannten "musikkassette" diverse kopien gemacht haben und diese dann für wenig geld unter volk gebracht haben...
sony wollte die jungs auf 96 millionen $ schadensersatz verklagen, die summe, die laut sony erwirtschaftet worden wäre, wenn statt der kopien originale gekauft worden wären...
(die genaue zahl wurde nicht bekanntgegeben, anhand der 96mio $ kann man aber erahnen, dass es sicher mehr als zwei kassetten fürs autoradio waren...)

zweiter fall: 1996 in ägypten versuchte ein filmstudio einen jungen
mann auf umgerechnet 330.000 kamele...(oder waren es $ ?) zu verklagen, weil dieser 22500 natürlich illegale kopien von ägyptischen blockbustern (wer kennt sie nicht...) gemacht hat und diese auf dem schwarzmarkt verkauft oder gegen kamele und frauen eingetauscht hat...(nein, hier werden keine klischees bedient...)
auch hier wieder der einfache rechenweg: (menge kopien) * (marktpreis) = entschädigung...

soweit so gut...aber haben die kläger da ein klitzekleines bisschen gemogelt?

erstmal die erörternde erklärung: es konnten nur deshalb so viele kop
ien erfolgreich verkauft werden, weil der preis weitaus niedriger war, als der marktpreis der originale...die wenigsten derer, die eine billige kopie erstanden haben, hätten auch das original zum höheren preis gekauft...also wäre nie die gleiche menge abgesetzt worden...

also: kleiner fehler nummer eins: falsche menge bei zu grunde liegendem preis

um den zweiten fehler genauer zu erläutern, erst ein paar -sehr einfache- ökonomische grundlagen: angebot, nachfrage und preis...

-> ich bin jacks ökonomie für anfänger

die fallende gerade beschreibt die mengenmäßige nachfrage eines käufers in abhängigkeit des preises p... ist der preis hoch (wie bei a), dann möchte der käufer wenig produkte, ist der preis niedrig (wie bei d) dann kauft der kunde eine große menge produkte...

die steigende gerade beschreibt das mengenmäßige angebot einer firma,
meinetwegen sony, in abhängigkeit vom preis P... wenn der preis niedrig ist (wie bei b) dann möchte die firma auch nicht so viel verkaufen, weil das weniger geld in die kasse bringt...ist der preis allerdings hoch (wie bei c) dann möchte die firma auch viel verkaufen, also großes angebot...

und in der mitte treffen sich sowohl die nachfrage des kunden wie auch das angebot der firma bei einem preis, der beiden recht ist, und alle sind froh...(bis auf die bösen raubkopierer und deren kunden...) es werden m* produkte zum preis p* verkauft...

ABER:

nehmen wir an sony würde jetzt diese gleiche menge an musikkassetten auf den markt bringen, die kopiert wurden, dann wandert die angebotskurve nach rechts...und ist jetzt dort, wo die blaue gerade ist...
das bedeutet die menge steigt von m* auf m1, und weil jetzt so viele kassetten auf dem markt sind, sind die natürlich auch weniger wert (stichwort "inflation" ;-) also
sinkt der preis von p* auf p1...


also: kleiner fehler nummer zwei: bei angenommener menge ein falscher preis

(falls die angebotene menge verkleinert wird, wandert die angebotskurve nach links zur roten gerade, die menge sinkt auf m2 und der preis steigt auf p2)

je höher die auf den markt geworfene menge, desto kleiner der preis und umgekehrt...das ist auch der grund, warum der teuerste bugatti eine auflage von "eins" hat (in ziffern: 1) und die wirklichen schmuckstücke von lamborghini selten eine vierstellige produktionszahl erreichen...so bleiben die autos was besonderes und der preis in luftiger höhe...

nun kann man den selbsternannten experten bei sony schlecht vorwerfen, die hätten keine ahnung von ökonomie...(oder vielleicht doch?) wahrscheinlicher ist jedenfalls, dass dort mit absicht gemogelt wurde...um die notleidende musikindustrie noch etwas schwächer aussehn zu lassen...
wie war das noch gleich? trau keiner rechnung, die du nicht selbst gefälscht hast?

bei der downloadproblematik übrigens werden andere wege eingeschlagen: da die zahl der downloads solch hohe ausmaße angenommen hat, würde der gleiche milchmädchen-rechenweg wie oben eine -diesmal- wirklich unglaubwürdig scheinende zahl ergeben...