Donnerstag, 30. April 2009

ich bin jacks lohnende videofinanzierung

schon seit einiger zeit weit oben in vielen charts ist eine junge dame aus den usa mit dem klangvollen namen "lady gaga"...

der name ist eine hommage an den welthit radio gaga von queen mitte der 80er...
und wie alle newcomer brauchte sie anfangs vor allem einen möglichst guten plattenvertrag oder ohne großes label im rücken...

das nötige kleingeld um einen start auf eigene kosten finanzieren zu können...
nun, egal auf welchem weg sie das gemacht hat, sie hat nun ihren durchbruch geschafft...

mit liedern wie "pokerface", "beautiful, dirty, rich" und "love game" stand und steht sie weltweit in den oberen chartpositionen...

-> ich bin jacks lukrative einnahmequelle

wenn man sich nun mal die videos zu obengenannten hits genauer ansieht, kann man erahnen, wie diese videos finanziert wurden... von vielen vor allem us-amerikanischen musikvideos kennt man folgenden verzerrenden sachverhalt: sobald eine marke oder ein label oder etwas derartiges ins bild kommt, wird es unkenntlich gemacht...es lebe der wischeffekt...beliebtes beispiel sind handys...nur ganz selten schmuggelt sich ein gut lesbares "nokia" oder "motorola" ins bild...im großteil der fälle sieht man meist nur ein komplett verschwommenes handy...ebenfalls ein vielfaches no go ist alkohol...wenn die mogule des hiphops mit ihren flaschen wedeln, kann man bestenfalls erahnen, dass "jack daniels" draufsteht...

nun...im video zu "pokerface" gibt es mehrere szene (ab 1:30) an denen besagte lady gaga an einem -wer hätte es gedacht- pokertisch sitzt und ihre siegesbringenden asse präsentiert... ein paar mal gut sichtbar kommt eben dieser tisch ins bild und besonders gut lesbar auf dem tisch steht "bwin.com" ... passt ja irgendwie...besser vielleicht als ein heimwerkermarkt...
ok, könnte ein einzelfall sein...vielleicht war gerade kein anderer tisch verfügbar oder auf allen pokertischen in den usa steht "bwin.com" in großen kontrastreichen lettern...um das zu überprüfen sollte evtl eine studienreise nach las vegas angestrebt werden...

im video zu "love game" sieht man in mehreren einstellungen (nach 20 und 45 sekunden) eine flasche mit der dekorativen aufschrift "campari" gut lesbar in die kamera gehalten... nun könnte man wieder denken "ok, zufall, vielleicht brauchen die prüden amis immer ne pulle campari um aus sich herauszugehen und um anständig dancen zu können" ... oder auch "ok zufall dass die flasche genau so gedreht war, dass der komplette markenname wunderbar ins bild passt"

vielleicht hat auch campari nicht den status von richtigem "haut-einem-die-birne-weg" alkohol in den usa...you never know...

aaaaaaber aller guten dinge sind bekanntermaßen drei und nehmen wir nun das video zu "beautiful, dirty, rich" dort werfen leicht bekleidete menschen in feierlaune mit dollarscheinchen um sich und räkeln sich ansehnlich durch das video...und dann...kippt einer der protagonisten mehrmals einen eimer geld aus, und auf dem eimer gut lesbar platziert ist ein aufkleber von "vixen´s visions" (ab 2:09) ...
google is my friend und flüsterte mir nach 0,032 sekunden dass dies ein versandhandel für reizwäsche ist...
da es zur guten allgemeinbildung gehört, zu wissen dass die pornoindustrie ein vielfaches von hollywood umsetzt, kann man sich vorstellen, dass dort auch das nötige sponsorengeld vorhanden ist...

hm...drei videos, dreimal geschickt platzierte werbung...im wunderschönen und wohlklingenden businessorientierten neuhochdeutsch auch "product placement" genannt... ein schelm der böses dabei denkt...

-> ich bin jacks schelmischer gedanke III

mal schaun was in zukunft von der als mögliche madonna-nachfolgerin betitelten dame noch kommt...

Mittwoch, 29. April 2009

ich bin jacks kurzer urlaub III

der abend begann in einem kleinen pub, dessen klangvollen namen ich schon wieder vergessen hab, im londoner studentenviertel...er war in etwa so eingerichtet wie man das hierzulande von den berühmten irish pubs kennt: spartanisch, viel holz und einige ältere couchen, ein schmelztiegel der verschiedensten mobiliaren stilrichtungen...aber sowas heißt heute ja dann "flair"...
das einzige bier, was ich von der kurzen angebotsliste kannte, war ein guinness...somit war die wahl klar... leider auch dieses mal ohne das mit viel liebe in den cremigen schaum gezeichnete kleeblatt...schon etwas traurig, dass ich das bisher nur in deutschland so erfahren habe mit dem kleeblatt...
nach einiger zeit lernen wir dann auch die restlichen begleiter des abends kennen: zwei spanierinnen, zwei französinnen und einen recht wortkargen spanier...die kennenlernphase endete mit dem beschluss, noch was essen zu gehn...die entscheidung kam meinem aufkommenden hungergefühl recht gelegen und so machten wir uns zu fuß auf durch die dunklen aber kameraüberwachten gassen von london...ich weiß nicht, was mir das größere sicherheitsgefühl gegeben hat...die kameras oder die gruppenstärke...

-> ich bin jacks nächtlicher fußmarsch

nach gefühlten weiteren zehn kilometern und 45 minuten strammen fußmarsch und der erkenntnis, dass man sich in london recht einfach verlaufen kann, kamen wir dann an einem...man könnte es als "hinterhof" bezeichnen...an...dort gab es jede menge leute, einen scheinbar angesagten club und augenscheinlich zu wenig sitzmöglichkeiten...
die speisekarte versprach diverse kulinarische hochgenüsse und zu besagtem zeitpunkt schien mir ein "kebab" genau das richige zu sein... man reichte mir die ökologische ziemlich inkorrekte styroporschachtel und schickte mich zum bezahlen eine person weiter...dieser person schickte mich dann wieder eine person weiter...nach der dritten person die mich weiterschickte, war ich bereits nicht mehr in der schlange...es war also ein billiges kebab...
ich gesellte mich zu den anderen, die auf dekorativen leeren blumenkübeln bereits am dinieren waren...als ich mein schächtelchen öffnete, war ich leider negativ überrascht, denn ich fand einen gemüsespieß mit drei armseeligen stückchen fleisch und ein bisschen salat vor... na toll...das ist nicht das, was ich mir bei kebab erhofft hatte...aber in der not frisst der teufel bekanntlich fliegen und der jack auch gemüse...
zu meinem glück scheiterte eine der französinnen an ihrem megaburger und ich kam so noch in den genuss von richtigem fleisch ... merci beaucoup in diesem sinne...
nachdem wir dann alle brav das schöne wetter des folgetages gerettet hatten, wollten wir in den club...
ich persönlich hatte keine großen hoffnungen, dass die großen schwarzen schränke uns samt unserem reisegepäck einlass gewähren würden...aber ich wurde positiv überrascht...außer der cola durfte alles mit rein...
also dann: abtanzen...
b. übte fleißig die kontaktaufnahme und konversation mit den beiden spanierinnen, die sich gerne darauf einließen...und überraschenderweise kannten die spanierinnen unseren berühmten berufetanz...ich war selten so positiv von einer anderen kultur überrascht...es ging dann noch eine gute kurzweilige stunde drauf um alle berufe im kollektiv und sehr zur verwunderung der vorbeistreifenden briten auszutanzen...that was kinda funny...
getränketechnisch gab es jede menge cocktails zur auswahl sowie "jamaica red stripe lager beer" ... der ein oder andere leser wird sich erinnern: dieses bier lernten wir vor mehreren jahren in lloret de mar kennen... "man sieht sich immer zweimal im leben" hat ein philosoph damals schon gesagt...recht hat er... preise waren in etwa wie in den geschäften...somit entsprach das niveau in etwa dem, was man daheim auch in nem angesagten club für ein großes bier zahlt... 0,5er dose kostete mich 3,30 pounds...

überraschenderweise machte mir die müdigkeit wenig aus und auch als wir gegen drei uhr den club verlassen hatten, ging es mir und den anderen noch gut und wir kamen sogar noch rechtzeitig für den bus zum bus zum flughafen...nach der verabschiedung konnten wir dann das erste mal nach der chill session im park wieder ein wenig ausruhen...hier kam mir mal wieder meine körpergröße in die quere...bedingt durch die tatsache, dass die busgesellschaft den bus auch noch bis zum letzten platz auffüllen musste, war ich gezwungen, meinen plan mich auf der rückbank quer zu legen, wieder zu verwerfen und musste mich auf dem halben quadratmeter sitzfläche arrangieren...

-> ich bin jacks gesteigertes aggresionspotenzial

am flughafen selbst versuchte ich dann noch ein wenig auf den mittelmäßig gepolsterten wartesitzen zu dösen, was aber immer wieder durch ein spielzeuggeschäft gestört wurde...dessen angebot umfasste nämlich unter anderem einen batteriebetriebenen affen mit trommel... und IMMER wenn ein kind nicht direkt von seinen ob der bevorstehenden quängelei genervten eltern weitergezerrt wurde sondern länger am schaufenster des ladens stehenblieb, stürmte die alte besitzerin mit blitzenden dol...äh..pfundzeichen in den augen heraus und schaltete den bescheuerten affen ein...der dann wie blöd seinen beat zum besten gab...
so, und nicht etwa durch killerspiele und rockmusik, werden amokläufe provoziert: sonntags morgens um halb sechs mit einem trommelaffen müde flugreisende wachmachen...

-> ich bin jacks verantwortungsvolle aufgabe

endlich im relativ leeren flugzeug angekommen wurden wir dann gleich in den rang eines "emergency exit crew member" erhoben, denn da wir auf grund größerer beinfreiheit am notausgang platz nahmen, klärte uns die stewardess darüber auf, dass wir dann im notfall helfen müssten, leute durch die kleine tür zu pressen... mit dieser verantwortungsvollen aufgabe konnte ich gut leben und auch während des fluges vor mich hin dösen...schlafen konnte man das nicht wirklich nennen...eher augen ausruhen und hoffen, dass die notausgangstür sich nicht zufälligerweise öffnet, wenn ich mit dem kopf daran lehne...

-> ich bin jacks fazit: es war ein geiler trip...gerne wieder und in diesem sinne vielen dank an unsere führerin!

Dienstag, 28. April 2009

ich bin jacks kurzer urlaub II

zu teil I wäre noch nachzutragen, dass es keine fünf minuten gedauert hat, bis wir zum ersten mal an der sprache scheiterten, denn wir wollten eine erfrischende cola aus dem bunt leuchtenden automaten und versuchten einer einheimischen frau an einem kleinen überteuerten kiosk im flughafen klarmachen, dass wir münzen wollten... eigentlich war keine begründung nötig, aber der freundlichkeit halber wollte j. die frau aufklären, dass wir "a coke from the ... dingens...äh... over there" wollten... spaßeshalber warf ich mal "coke machine" in die runde, ohne zu wissen, dass es dem gesuchten wort nahe kommt...
die gute frau am tresen dachte sich dann wohl "die schweine kaufen ihre cola nicht bei mir..." und es dauerte somit knappe sechs minuten bis wir das erste mal beim rückgeld beschissen wurden...und ca acht minuten bis wir es kapiert hatten, da die englischen münzen vom größen-wert-verhältnis verdammt komisch aufgebaut sind...

zurück zur stadt selbst: am lord nelson denkmal machten wir dann auch amüsierende bekanntschaft mit einem englischen original wie man sie eigentlich nur aus dem stadion kennt: oberkörperfrei, körbchengröße doppel d (oder so...), käsige haut und statt einem sixpack am bauch eher ein 10l partyfass... dieser bursche stiefelte durch die gassen und laberte wahllos junge frauen an...ausnahmslos ohne den erhofften erfolg...

die shoppingtour begann dann in der oxford street (?) und führte uns in diverse geschäfte...für schuhe, dvds, cds, klamotten, bücher, elektronik, essen und trinken... komischerweise herrschte hier verkehrte welt, denn die herren der schöpfung konsumierten etwas mehr als die damen...muss aber auch mal sein...

danach -schon etwas müde vom vielen laufen- beschlossen wir, in einem der vielen parks eine runde zu chillen, ein bisschen wein und andere getränke zu trinken um uns auf den abend vorzubereiten... auf grund vorherrschender unklarheit über die -offenes feuer regelung- in londoner parks mussten wir die grillplanung verwerfen und die damen kauften sich ein baguette aus freilandhaltung und passenden veganisch korrekten käse aus nahrhaften käse-ersatzstoffen samt wein von glücklichen trauben... b. erfreute sich an muffins und ich für meinen teil gönnte mir ein sub des tages...

-> i am jack´s breezing surprise

im regal neben dem völlig überteuerten kontinentalbier und über dem "pedigree bier" stand er: bacardi breezer orange...allein dafür hat sich der trip dann gelohnt...

im park angekommen, nahmen wir erstmal unser abendessen zu uns und stießen alsbald auf ein problem: how to open the wine? eine flasche hatte drehverschluss, die andere einen korken... und auf grund der tatsache dass man mit einem korkenzieher ohne weiteres einen piloten niederstechen, die kontrolle über die maschine erlangen kann und einen terroristisch geprägten anschlag ausüben kann, befand sich solch ein gerät nicht in unserem reisegepäck...

nach dem leeren der ersten flasche wein versuchten wir es mit dem schuhmythos, aber weder festes schlagen mit großen schuhen in 46 noch sämtliche einschüchterungsversuche durch lautes fluchen brachten den korken dazu, sich zu bewegen...
nächster versuch: der baum... j. hatte im fernsehn gesehen, dass man die flasche nur an einen baum schlagen muss, dann käme der korken schon raus...
ich möchte nicht wissen, was die amüsierten schaulustigen von uns dachten, als sie zusahen, wie wir nach dem schuh auch den baum als werkzeug vergeblich zu nutzen versuchten...

erschwerend kam hinzu, dass zu dem zeitpunkt keiner von uns sich an den englischen begriff für "korkenzieher" erinnern konnte... "screw" kam drin vor, das wusste ich noch...aber mehr erschloss sich mir in besagtem moment der not nicht...

das befragen anderer personen im park lief also notgedrungen wie folgt ab: "excuse me, do you have something to open the bottle?" und nach einigen lächelden "no sorry" fanden wir dann eine gruppe junger engländer mit einem "swiss knife" ... halleluhja

gesuchtes wort war übrigens "corkscrew" ... eigentlich völlig banal...

als wir uns dann aufmachten um das nachtleben zu erobern, spielte der kreislauf von b. leider wieder nicht mit und wir waren ernsthaft am rätseln, wie wir im worst case (er kippt uns um) jemandem die situation klar machen...denn es gibt ein großes problem bei der sache...
"kreislaufprobleme" ist kulturell bedingt ein begriff, der nur in deutschsprachigem raum verbreitung findet...egal was einem fehlt, "kreislaufprobleme" ist eine universalantwort... zu viel gesoffen -> am morgen danach kreislaufprobleme... kein bock zu arbeiten am nachmittag -> kreislaufprobleme... die englischsprachige welt kennt das in diesem zusammenhang nicht sondern ist bemüht, immer den wahren grund anzugeben: "to faint" wenn man umkippt, "hang over" im ebengenannten falle oder beispielsweise ein absinken des blutzuckerspiegels... einzige übersetzungsmöglichkeit die dem nahe kommt, wäre "cardiovascular diseases" ...

zum glück kam es nicht dazu und morgen gibt es einen kurzen abriss über das londoner nachtleben...

Montag, 27. April 2009

ich bin jacks kurzer urlaub I

so, hier der erste teil des reiseberichts:

die uhr zeigte gerade 3:40 als das nächtliche musikprogramm mich erbarmungslos aus meinen träumen riss...ich bin am vorabend in weiser voraussicht schon um 22 uhr ins bett gegangen, aber wenn die innere uhr seit jahren erfolgreich darauf eingestellt ist, erst nach 12 uhr nachts das schlafprogramm zu starten, dauert es seine zeit, bis der sandmann kommt...
in meinem fall dürfte es gegen 23 uhr gewesen sein...so gegen 3:50 konnte ich mich dann zur dusche schleppen um mit warm-kalt wechselduschen den kreislauf auf trab zu bringen...der fahrdienst war pünktlich um 4:35 bei mir und nach einer kleinen nightseeing tour durch den hunsrück kamen wir auch mehr als pünktlich am flughafen an...
es gab noch jede menge anderer menschen, die wohl die gleiche idee hatten und aus diesem grund war der flieger gut gefüllt, größtenteils mit osteuropäern...warum auch immer...
6:30 gings los und um 6:50 waren wir auch schon da...

-> ich bin jacks private concorde...

ja ok...ortszeit...

wenn mich jemand fragen würde, so würde ich ohne zu zögern behaupten, london stansted wurde gebaut, um zu testen, ob sich menschen in einem großen labyrinth genauso oder zumindest ähnlich verhalten wie mäuse in einer kleineren version...
vom flugzeug zur großen halle mit passkontrolle waren es schätzungsweise 100m luftlinie...aber zu fuß waren es mindestens drei kilometer...treppe rauf - gang entlang - rolltreppe runter - treppe rauf - gang entlang - rolltreppe rauf - laufband fahren - um die ecke gehen - gleichen weg auf der anderen seite einer gläsernen wand wieder zurückgehen - durch ne schleuse - noch ne treppe rauf - direkt ins gefängnis und nicht über los und keine 4000euro kassieren - passkontrolle bei ziemlich wortkargen britischen beamten - welcome to great britain!

natürlich war der bus währenddessen schon weg und so hatten wir noch zeit für einen kaffee bzw für eine cola...stansted wurde damals unter ganz anderen voraussetzungen und erwartungen gebaut, fern jeder krise und begründet auf dem raketenhaften aufstieg und erfolg der billigairlines... 99 gates werden ausgewiesen und die kaum vorhandenen menschenmassen zeugen davon, dass der flughafen noch nicht an der grenze seiner kapazitäten angekommen ist...aber was nicht ist, kann ja bekanntermaßen noch werden...vielleicht wirkt es dort dann nicht mehr so kalt und steril...

die angenehm billige busfahrt in die stadt zeigte uns dann sowohl die glitzernden überreste der einstigen weltfinanziers im financial district wie auch -bedingt durch einige umleitungen wegen des anstehenden london marathons- die hinterhöfe der britischen hauptstadt...mit den typischen backsteinbauten...

besonders auffallend: überall kameras...ich werde bald mal CCTV (örtlicher kameradienst) anschreiben, damit die mir ein best of meiner auftritte vor verschiedenen überwachungskameras zusenden oder zumindest die schönsten bilder meiner reise durch london...da kommt sicherlich einiges zusammen...

nachdem wir dann unsere tourguidess getroffen haben und erfolgreich ein tagesticket für den öpnv gelöst hatten, ging es auch schon direkt los: station eins war der buckingham palace...

-> ich bin der wehende union jack...

...und ich verkünde: die königin ist im hause...

wir haben es uns erspart, auf die wachablösung zu warten oder sonstwie am royalen treiben ein interesse zu entwickeln und sind dann durch den angrenzenden st james park gewandert...

unsere fahrten mit der london underground beschränkten sich meist auf distanzen von einer station...im nachhinein würde ich sagen die treppen und labyrinthartigen gänge nach unten waren länger als die wegstrecke, die wir hätten müssen gehn, wenn wir nicht mit der tube gefahren wären...aber wenn man schonmal in london ist, then there is no more british way to travel ...

even more british but dirty were the doppeldecker busses...aber dazu mehr in teil zwei...

wir besuchten dann noch lord nelson, eine markthalle mit klitzekleinen geschäften und machten eine wanderung durch chinatown... (richtig...der ausflug stand eher weniger unter dem motto "sightseeing"...)

der hunger trieb uns schließlich in einen underground pizza hut...wo wir erstmal stehenderweise die karte studieren durften und uns erst dann setzen durften... um dann wieder die karte zu bekommen und dann gnädigerweise bestellen durften...
achtung: nicht von den preisen verwirren lassen: eine "individual" pizza kann man zwar nach herzenslust mit bis zu fünf zutaten belegen und sie ist mit 6,50pds umgerechnet auch in preislagen einer kleinen pizza auf dem festland, aber sie ist von der größe her kaum mehr als eine CD ... oder ziemlich genau so groß wie eine 45´er schallplatte...die älteren werden sich noch erinnern: die schwarzen scheiben mit denen heute teilweise noch discjockeys hantieren...

-> ich bin jacks enttäuschter magen...

als dann die schlange auf der treppe langsam immer länger wurde, versuchte die bedienung dann durch immer öfter auftretendes fragen bzw nerven, uns zum gehen oder einer nachspeise zu überreden...als sie dann schließlich mehr oder weniger ungefragt die rechnung brachte, war das trinkgeld für sie auch gestorben...

still to come: shopping in london

Sonntag, 26. April 2009

ich bin jacks lange nacht II

so, die heimat hat mich wieder...

gerade eben habe ich eine runde schlaf nachgeholt, denn nach etwa 30 stunden ohne schlaf und geschätzten zehn kilometern fußweg durch london war ich etwas müde und auch nicht mehr wirklich aufnahmefähig...

bericht folgt...

Freitag, 24. April 2009

ich bin jacks verhängnisvolle taste

der ewige kampf zwischen apple und microsoft tobt nicht nur zwischen seinen usern und in allen medien, sondern auch bei den programmieren...

meinereiner saß vor einiger zeit an einem apple, etwas ungewohnt aber trotzdem sehr angenehm zu bedienen und ich war online zugange und musste auch irgendwann eine email schreiben...
also tippe ich den ersten teil der adresse ein, dann in alter gewohnheit "alt gr" + "q" in freudiger erwartung eines "@" ... aber dann...

quittiert der apple seinen dienst und ich erfahre, dass "q" hier für "quit" steht und erinnere mich, dass ich zwar schon mal grafikbedingt bei einigen praktika an einem apple saß, aber bisher noch nie emails schreiben wollte...

das ist die späte rache von apple an allen microsoft usern und mit sicherheit eine kleine genussvolle genugtuung für jeden -mit leib und seele- apple user, der in so einem moment dem verwirrten microsoft user zuschauen darf...

heute dann episode II der verhängnisvollen tasten:
als gemeiner -nach wie vor- windows user misst man der taste "f5" eine nicht zu unterschätzende bedeutung zu, nämlich "aktualisieren" ... egal ob im weltweiten netz oder auf der heimischen festplatte...
seit neustem verfüge ich für geschäftszwecke über ein hochwertiges mail programm namens "lotus notes" ... ich habe früher schonmal damit gearbeitet und es ist mir damals schon passiert, aber ich habe es verdrängt ...

heute war es dann wieder soweit: in gespannter erwartung neuer mails drücke ich "f5" und was sehe ich? -den abmeldebildschirm des programms...

-> ich bin jacks kleiner gemeiner feldzug gegen windows automatismen im alltag

Donnerstag, 23. April 2009

ich bin jacks äußerst geschickter täuschungsversuch

auf grund einer heutigen regionalen "groß"veranstaltung war ich heute damit beschäftigt, adrett gekleidet den fahrgästen rede und antwort zu stehen...zu allen fragen und anregungen und natürlich auch beschwerden...die nett verpackt meist als verbesserungsvorschläge ankamen...
und sorgte dafür, dass der zug aussah wie geleckt...blitz blank...yeah!

ein netter nebeneffekt des umstandes, dass jemand weiteres im zug rumrennt und schon am bahnsteig steht, der die unternehmenstracht trägt, ist dass die leute ERST an den fahrkartenautomat rennen und sich DANN setzen...
klar, sicher ist sicher, betreffende person in unternehmensklamotten könnte ja fahrkarten kontrollieren...

-> ich bin jacks vorsichtige mutter der porzellankiste

allerdings sollte der geneigte schwarzfahrer -analog zu eben- ERST denken und DANN handeln...
ich stand mit dem lokführer an der tür, hinter der der fahrkartenautomat hängt...
eine frau steigt ein, grüßt den lokführer fast schon wie einen alten bekannten...kommentar von ihm "die fährt öfter mit" ... so weit - so gut...
nun keimt aber in eben dieser frau ein ähnlicher gedanke auf wie eben beschrieben...der junge adrette sportliche dynamische zusätzliche mensch (c´est moi) KÖNNTE ja fahrkarten kontrollieren...also lieber mal an den automat stellen und ein ticket ziehen... so weit - immernoch gut...noch kann man ihr nix vorwerfen...

kurzer technikeinschub: der fahrkartenautomat im zug...
silberner kasten mit bildschirm (KEIN touchscreen) und rund um diesen bildschirm sind die tasten angeordnet... intuitiv einfach zu bedienen...

zurück zur frau: sie steht vor dem automat und nach einigem überlegen beginnt sie, hektisch AUF dem bildschirm rumzuhacken... tut sich nur leider nix...

kollege lokführer und ich merken das schließlich und warten erstmal noch ab...und gehn dann langsam auf die noch immer AUF den bildschirm eindrückende frau zu...

frau fühlt sich beobachtet und sagt mit osteuropäischem akzent "äh...gestern und ganze zeit ging doch noch"...

-> ich bin jacks glanzvolles eigentor

schön, wenn die schwarzfahrer sich selbst entlarven...